Schüler experimentieren mit Klängen in Kirchen und Synagogen

Nachricht 08. August 2016

Hannover/Hildesheim (epd). Trommeln auf Gesangbücher und Kerzenständer zum Klingen bringen: Drei Schulklassen aus Niedersachsen verlegen ab Montag ihren Musikunterricht in Kirchen, Moscheen und Synagogen. Dort suchten sie drei Monate lang nach ungewöhnlichen Klängen, sagte die Leiterin des Projekts "Klangradar - Vision Kirchenräume", Silke Lindenschmidt, am Freitag in Hildesheim. Die Schüler könnten so auf besondere Weise Gotteshäuser erkunden und setzten sich gleichzeitig mit Geschichte, Kultur und Botschaften verschiedener Religionen auseinander.

Die Siebt- und Neuntklässler experimentierten auch mit ihren Stimmen und erzeugten Geräusche mit Händen, Füßen und Fingern, um den sakralen Raum kennenzulernen, sagte Lindenschmidt. Begleitet würden die insgesamt rund 50 Schüler dabei von ihren Musiklehrern und je einem Komponisten.

Ihre Kompositionen präsentierten die Schüler am 3. November in einem Konzert, hieß es. Dabei zögen sie in Hannover und Sarstedt an einem Abend durch zwei Kirchen und eine Synagoge. Das Projekt ist Teil der Initiative "Vision Kirchenmusik" der hannoverschen Landeskirche, das neue Wege für Kirchenmusik und ihre Vermittlung entwickelt. 

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