EKD-Friedensbeauftragter: Atombomben ächten

Nachricht 08. August 2016
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Renke Brahms, Friedensbeauftragter der Evangelischen Kirche in Deutschland; Bild: epd-bild / Norbert Neetz

Bremen (epd). Der kirchliche Friedensbeauftragte Renke Brahms hat die Politik dazu aufgefordert, alles für eine nukleare Abrüstung zu tun und Atombomben zu ächten. "Das Ziel muss eine Welt ohne Atomwaffen sein", sagte am Sonnabend in Bremen der Beauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). "Doch stattdessen halten viele Staaten in der Welt weiterhin an einer Politik der nuklearen Abschreckung fest, auch in Deutschland lagern nach wie vor Atombomben."

Brahms äußerte sich mit Blick auf den Abwurf zweier US-Atombomben auf Japan am 6. und 9. August 1945. Die Zahl der Opfer vor 71 Jahren wird auf mehr als 250.000 geschätzt. "Sie sind für uns eine Mahnung, dass solche schrecklichen Waffen geächtet werden müssen", bekräftigte der Friedensbeauftragte, der auch Leitender Geistlicher der Bremischen Evangelischen Kirche ist.

Doch es gebe sogar Bestrebungen, diese Waffen zu modernisieren, was zu einem neuen gefährlichen nuklearen Rüstungswettlauf führen könne. Deshalb sei es gut, dass Menschen am Sonnabend in Bremen und darüber hinaus dieser Tage in Deutschland, Europa und in der ganzen Welt an die Opfer der ersten Atombombenabwürfe erinnerten und eine Ächtung anmahnten. "Die evangelische Kirche steht an ihrer Seite."

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