Pastoralreferent erhält Preis für christlich-jüdischen Dialog

Nachricht 04. August 2016

Hameln/Hannover (epd). Der katholische Pastoralreferent Hans-Georg Spangenberger aus Hameln wird am Sonntag für sein Engagement im Dialog zwischen Christen und Juden geehrt. Der 1952 geborene Theologe erhält in Hannover den "Blickwechselpreis 2016" des Vereins "Begegnung Christen und Juden Niedersachsen". Spangenberger habe die Gründung und den Aufbau der Liberalen Jüdischen Gemeinde in Hameln und deren Synagogen-Neubau maßgeblich unterstützt, teilte der Verein mit. Die undotierte Auszeichnung würdigt seit 2007 alle zwei Jahre Menschen aus Niedersachsen für ihren Einsatz im Gespräch der beiden Religionen. 

Spangenberger stammt aus Lüneburg und studierte zunächst Betriebswirtschaft in Hamburg und dann katholische Theologie in Jerusalem, Münster und Würzburg. Als Pastoralreferent war er in Goslar, Hameln und im Weserbergland tätig. Er war unter anderem Sprecher des Aktionskreises "Eine Synagoge für Hameln". Die liberale jüdische Gemeinde in Hameln weihte 2011 die erste komplett neu errichtete Reformsynagoge nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland ein. Sie steht exakt an der Stelle, an der einst die alte, 1938 zerstörte Synagoge der Stadt stand.

Der 1982 gegründete Verein "Begegnung Christen und Juden Niedersachsen" will nach eigenen Angaben ein Kennenlernen des Judentums ermöglichen und den christlich-jüdischen Dialog fördern. Zudem will er Judenfeindschaft und Antisemitismus in Kirche und Gesellschaft bekämpfen und zur Versöhnung zwischen Juden, Christen und Muslimen beitragen. Der Verein zählt derzeit rund 2.500 Mitglieder. Schirmherr des "Blickwechselpreises" ist seit diesem Jahr der evangelische Landesbischof Ralf Meister aus Hannover.

epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen

Weitere Informationen

Weitere Informationen zu dem Verein "Begegnung Christen und Juden Niedersachsen" und zum Blickwechsel-Preis finden Sie auf folgender Homepage:

http://www.begegnung-christen-juden.org