Göttinger Uni erforscht Zusammenhang von Bildung und Religion

Nachricht 25. Mai 2016

Göttingen (epd). Mit dem Zusammenhang von Bildung und Religion beschäftigt sich ein neuer Sonderforschungsbereich an der Universität Göttingen. Er wird am 26. und 27. Mai mit einer Feierstunde und einem wissenschaftlichen Symposium offiziell eröffnet, wie die Hochschule mitteilte. An den Vorhaben sind Forscherinnen und Forscher der Theologischen und der Philosophischen Fakultät beteiligt.

Sie beschäftigen sich unter anderem mit der Frage, ob Religion Bildung und ob Bildung Religion braucht. Der Forschungsbereich werde das Verhältnis zwischen Bildung und Religion im Geflecht griechisch-römischer, jüdischer, christlicher und islamischer Kulturen des antiken und mittelalterlichen Mittelmeerraums sowie in der Moderne untersuchen, hieß es.

Unter dem Stichwort "Bildungsspeicher" wollen die Wissenschaftler die Einbindung von Bibliotheken und Lehrbüchern in Kult und religiöse Praxis erforschen. Unter der Überschrift "Interpretationen" untersuchen sie die Grundsätze und Methoden, nach denen heilige Schriften ausgelegt werden. Außerdem thematisieren sie religiöse Lernprozesse und ihre didaktischen Ziele. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert den Forschungsbereich für zunächst vier Jahre.

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