"Special Olympics" wollen eine Woche lang Hannover prägen

Nachricht 17. Mai 2016

Hannover (epd). Die bundesweiten "Special Olympics" für Menschen mit geistiger Behinderung wollen im Sommer für eine Woche das Stadtbild von Hannover prägen. "Wir werden die Stadt rocken", sagte die Bundestagsabgeordnete und Präsidentin des Organisationskomitees, Kerstin Tack (SPD), am Mittwoch. Unter dem Motto "Gemeinsam stark" kämpfen die Teilnehmer unter anderem beim Judo, Voltigieren, Bowling oder Schwimmen um Medaillen.

Insgesamt rechnen die Veranstalter des Sportfests vom 6. bis zum 10. Juni mit mehr als 14.000 Beteiligten. Rund 4.800 Athleten aus dem gesamten Bundesgebiet kommen den Angaben zufolge nach Hannover, um sich in 18 Sportarten zu messen. Hinzu kommen Trainer und Betreuer, Schiedsrichter, Familienangehörige und weitere Gäste.

Die niedersächsische Behindertenbeauftragte Petra Wontorra lobte das Konzept der Special Olympics. "Das Miteinander, der Kontakt, dieses Kennenlernen - das ist das wirklich Wichtige bei den Spielen." Zwischen Athleten, Betreuern und Besuchern müsse und werde es keinerlei Berührungsängste geben. Das sei eine Chance nicht nur für den Sport, sondern für die Inklusion insgesamt.

Wontorra hob besonders die gemischten Wettkämpfe hervor. Teams aus Athleten mit und ohne Behinderung treten im sogenannten "Unified Sport" gegeneinander an. Mit 805 Startern in 15 Sportarten nehmen in Hannover so viele Unified-Sportler wie nie zuvor bei den nationalen Wettkämpfen teil, betonte die Behindertenbeauftragte.

Die Athleten werden hauptsächlich im Sportpark am Maschsee aktiv. Darüber hinaus nutzen sie Sportstätten im gesamten Stadtgebiet. Die Entscheidungen im Beachvolleyball werden mitten in der Innenstadt am zentral gelegenen Kröpcke ausgetragen. Die Special Olympics würden damit sichtbar für ganz Hannover, hieß es.

Copyright: epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen