„Ein starkes Zeichen für das Friedensprojekt Europa“

Nachricht 05. Mai 2016

Hannover. Anlässlich der Verleihung des Aachener Karlspreises an Papst Franziskus in Rom am heutigen Freitag, 6. Mai, erklärte der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm: „Die Verleihung des diesjährigen Karlspreises an Papst Franziskus ist ein starkes Zeichen – ein Zeichen, das wir für das Friedensprojekt Europa brauchen. Papst Franziskus ermutigt die Europäerinnen und Europäer eindringlich zu Frieden und Miteinander in einem starken Europa.

Ob auf der italienischen Insel Lampedusa, vor dem Europarat, dem Europäischen Parlament und bei vielen weiteren Gelegenheiten: Immer wieder hat Papst Franziskus die geistigen und kulturellen Wurzeln Europas gewürdigt und dazu aufgerufen, den Zusammenhalt des Kontinents zu wahren und der Verantwortung der europäischen Staatengemeinschaft für die Welt gerecht zu werden. Darum sind wir auch als evangelische Christen dankbar für das klare Zeugnis von Papst Franziskus für einen den christlichen Grundorientierungen entsprechenden humanen Umgang mit Menschen, die Zuflucht suchen. Mit dem Karlspreis wird das Wirken des Papstes für ein geeintes Europa gewürdigt und seinem internationalen Einsatz für die Europäische Union Rechnung getragen.“

Papst Franziskus erhielt den Karlspreis am 6. Mai in Rom. Die Feier fand in der Sala Regia statt, einem Prunksaal im Vatikanischen Palast. Zur Preisbegründung hieß es, der argentinische Papst setze den Rückschlägen und dem dramatischen Vertrauensverlust in der Europäischen Union eine „Botschaft der Hoffnung“ entgegen.

EKD-Pressemitteilung Nr. 52/2016

Information: Der Karlspreis

Papst Franziskus ist der 58. Empfänger des Preises, 2015 ging die Auszeichnung an den Präsidenten des Europäischen Parlaments Martin Schulz. Der Internationale Karlspreis zu Aachen, wie die Ehrung offiziell heißt, gilt als einer der bedeutendsten europäischen Preise. Er wird an Persönlichkeiten und Institutionen verliehen, die sich um die Einigung Europas verdient gemacht haben.

Die Entscheidung wird von einem Direktorium in nichtöffentlicher Sitzung getroffen, dem unter anderem der Oberbürgermeister der Stadt, der Dompropst und der Rektor der Technischen Universität (RWTH) neben Vertretern des Stadtrats und weiteren ernannten Mitgliedern angehören.