Ökumenisches Friedensgebet in Duderstadt gegen rechten "Freundeskreis"

Nachricht 13. Januar 2016

Duderstadt (epd). Der Protestbewegung gegen Versammlungen des als politisch äußerst rechts geltenden "Freundeskreises Thüringen/Niedersachsen" in Duderstadt bei Göttingen haben sich jetzt auch die Kirchen angeschlossen. Am Sonntagnachmittag (17. Januar) laden sie nach einer Kundgebung vor dem Alten Rathaus der Stadt zu einem ökumenischen Friedensgebet in die evangelische St. Servatius-Kirche ein. Es werde von Pastorin Christina Abel und dem katholischen Propst Bernd Galluschke gemeinsam gestaltet, teilte das "Duderstädter Bündnis gegen Rechts" am Donnerstag mit. Für die Kundgebung wird der Göttinger Landrat Bernhard Reuter (SPD) als Redner erwartet.

Der "Freundeskreis" veranstaltet seit Dezember jeden Sonntag sogenannte "Freiheitliche Bürgertreffs" in Heiligenstadt und Duderstadt. Nach Angaben von Beobachtern wird dabei "Hetze gegen Flüchtlinge" betrieben. Zu den Versammlungen kämen auch Mitglieder der NPD. Künftig will der "Freundeskreis" auch in Northeim Mahnwachen abhalten. Für den 23. Januar hat er zudem eine Aktion in Katlenburg-Lindau (Kreis Northeim) angekündigt. Dort prüft das Land Niedersachsen, ob im ehemaligen Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung eine Flüchtlingsunterkunft entstehen kann.

In Duderstadt gab es bereits in den vergangenen Wochen Proteste gegen die Auftritte des "Freundeskreises". Zu den Kundgebungen des Bündnisses gegen Rechts kamen bis zu 250 Menschen.

Die Kundgebung des Bündnisses gegen Rechts beginnt am Sonntag (17. Januar) um 16.30 Uhr vor dem Alten Rathaus, das Ökumenische Friedensgebet um 17.15 Uhr in der St. Servatius-Kirche beginnt um 17.15 Uhr.

Copyright: epd Landesdienst Niedersachsen-Bremen