Künstler aus ganz Deutschland sollen Gorlebener Mauer bemalen

Nachricht 28. Dezember 2015
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"East Side Gallery", ein nach der Wende bemaltes Stück der Berliner Mauer in der Mühlenstraße zwischen den Ortsteilen Friedrichshain und Kreuzberg am 24.07.2008. Bild: epd-bild/Norbert Neetz 

Gorleben (epd). Künstler aus ganz Deutschland sollen nach dem Wunsch örtlicher Umweltschützer zum Pfingstfest 2016 die mehrere Kilometer lange Mauer um das Gorlebener Erkundungsbergwerk bemalen. So solle ein Gesamtkunstwerk entstehen, das der Berliner Mauer gleich, überregionale Anziehungskraft entwickele, erklärten die Bürgerinitiative (BI) Umweltschutz Lüchow-Dannenberg und die Veranstalter der "Kulturellen Landpartie". Gleichzeitig könne die bunte Mauer den "ungebrochenen Protest gegen die Atomtechnik sichtbar" machen, hieß es.

Die Organisatoren haben nach eigenen Angaben bereits beim Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) um eine Genehmigung für die Kunstaktion gebeten, um eventuelle Anzeigen wegen Hausfriedensbruchs zu vermeiden. Das BfS betreibt das Bergwerk und hat somit Hausrecht über das Grundstück und seine Umfriedung.

Der unterirdische Gorlebener Salzstock wird seit 1977 auf seine Eignung als mögliches Atommüll-Endlager untersucht. Im Zuge des Neustarts der Endlagersuche wurden die Arbeiten 2013 unterbrochen, um eine weitere Vorfestlegung auf den Standort Gorleben zu vermeiden. Das Bemalen der Mauer soll am Freitag vor Pfingsten während der "Kulturellen Landpartie" erfolgen. Ein gleichnamiger Verein richtet das nach eigenen Angaben größte selbst organisierte Kulturfestival Norddeutschlands jährlich zwischen Himmelfahrt und Pfingstmontag im Kreis Lüchow-Dannenberg aus. 

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