Kirche als Garant für faires Verfahren in der Endlagerkommission

Nachricht 20. Dezember 2015
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Landesbischof Ralf Meister. Bild: Dethard Hilbig  

Osnabrück (epd). Die Kirche kann nach Einschätzung von Landesbischof Ralf Meister in der vom Bundestag eingesetzten Endlagerkommission für Atommüll ein "Garant für ein faires, gerechtes Verfahren" sein. "Bei der Frage, wie das Thema so gelöst werden kann, damit der Dissens nicht weiter fortbesteht, kann die Kirche mitreden", sagte der evangelische Theologe der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstagsausgabe). Meister leitet in der Endlagerkommission die Arbeitsgruppe gesellschaftlicher Dialog.

Mit einer zweitägigen Sitzung startete die Kommission am Freitag und an diesem Samstag in das nach den bisherigen Planungen letzte Halbjahr ihrer Arbeit. Meister vertritt in dem 33-köpfigen Gremium, das die Suche nach einem Endlager vorbereiten soll, die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD).

Ziel sei es, eine "aussöhnende Haltung" mit den Menschen in den Widerstandsgruppen zu formulieren, sagte der Bischof. Die Endlager hätten jahrzehntelang die Gesellschaft gespalten und zu den größten Demonstrationen in der Bundesrepublik geführt.

Derzeit gebe es bundesweit Veranstaltungen, unter anderem mit jungen Erwachsenen, mit der Fachöffentlichkeit, mit Landräten und Bürgerinitiativen: "Wir bekommen eine Flut guter Ideen." Mit diesen Anregungen und auf der Grundlage von Anhörungen, Gutachten und Diskussionen werde ein neues Modell entwickelt, um eine "Bürgerbeteiligung neuer Qualität" zu erreichen. 

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