Bündnis protestiert gegen Nazitreffen in der Heide

Nachricht 18. Dezember 2015

Eschede/Kr. Celle (epd). Ein Bündnis von Vertretern aus Parteien, Kirchen, Initiativen und Verbänden hat am Sonnabend gegen ein Neonazi-Treffen im Heideort Eschede bei Celle protestiert. Daran hätten sich etwa 100 Demonstranten beteiligt, sagte ein Sprecher der Polizei dem epd. Die Stimmung sei friedlich gewesen. Anlass war eine Wintersonnenwendfeier auf dem Hof des NPD-Mitgliedes Joachim Nahtz, zu dem die Polizei bis zu 80 Teilnehmer erwartete.

Es sei wichtig, im Widerstand gegen die Nazi-Aktionen auf dem Hof nicht lockerzulassen und weiterhin genau darauf zu achten, was dort passiere, hieß es. Das Bündnis wollte "den Nazis ihre Ruhe nehmen, damit sie nicht ungestört sind, wenn sie sich treffen, vernetzen und ihre Ideologie immer weiter geben". Angemeldet wurde die Aktion vom Deutschen Gewerkschaftsbund.

Der Hof des Bauern wird nach Angaben des niedersächsischen Verfassungsschutzes trotz eines Brandes im August 2014 weiter für unterschiedliche rechtsextremistische Veranstaltungen genutzt - unter anderem für Ernte- und Sonnenwendfeiern. Dazu reisen Rechtsextremisten auch aus anderen Bundesländern an. Erst im Sommer war nach Angaben des Celler Forums gegen Gewalt und Rechtsextremismus der Schweriner NPD-Landtagsabgeordnete Udo Pastörs zu einer solchen Feier auf dem Hof.

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