Dienstwagencheck: Niedersachsen und Bremen weit vorne - Katholiken an der Spitze

Nachricht 06. Dezember 2015

Hannover/Berlin (epd). Beim neuen Check von Dienstwagen kirchlicher Würdenträger durch die Deutsche Umwelthilfe haben die Katholiken aufgeholt. Erstmals teilen sich mit dem Diözesanadministrator Andreas Kutschke vom Bistum Dresden-Meißen und dem Würzburger Bischof Friedhelm Hofmann gleich zwei Vertreter der katholischen Kirche den ersten Platz, wie die Deutsche Umwelthilfe am Donnerstag in Berlin mitteilte. Ihre beiden Dienstwagen haben jeweils einen Kohlendioxid-Ausstoß von nur 99 Gramm pro Kilometer.

Direkt danach folgen die evangelischen Landesbischöfe Ralf Meister aus Hannover und Karl-Hinrich Manzke aus Bückeburg mit jeweils 103 Gramm Kohlendioxid (CO2). Der Kirchenpräsident der Evangelisch-reformierten Kirche, Martin Heimbucher, der braunschweigische Landesbischof Christoph Meyns sowie der oldenburgische Bischof Jan Janssen landeten ebenfalls alle in der umweltfreundlichen Spitzengruppe. Zusammen mit der Präsidentin der Bremischen Evangelischen Kirche, Edda Bosse, erhielten sie eine "Grüne Karte".

Vergeben wurden in diesem Jahr insgesamt 23 "Grüne Karten", 17 "Gelbe Karten" und sieben "Rote Karten" an die Kirchenrepräsentanten. Negativer Spitzenreiter ist der katholische Essener Bischof Franz-Josef Overbeck mit einem VW Phaeton mit einem Ausstoß von 224 Gramm CO2. Damit liege Overbeck mehr als 70 Prozent über dem in der EU geltenden Grenzwert, bemängelte Umwelthilfe-Geschäftsführer Jürgen Resch.

Im Durchschnitt habe sich der CO2-Ausstoß der Dienstwagen der kirchlichen Würdenträger weiter verbessert. Er liege aber mit 132 Gramm weiterhin oberhalb des EU-Grenzwertes von 130 Gramm. Dabei kommen die katholischen Kirchenvertreter auf einen Durchschnittswert von 140 Gramm, ihre evangelischen Kollegen auf 122 Gramm. Untersucht wurden die Dienstwagen von Kirchenvertretern aus den 27 katholischen Bistümern und 20 evangelischen Landeskirchen.

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