Luther-Rosen" sollen auf Reformationstag aufmerksam machen

Nachricht 27. Oktober 2015
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Beverstedt/Kr. Cuxhaven (epd). Mit mehr als tausend fair gehandelten "Luther-Rosen" will die evangelische Jugend in der Region südlich von Bremerhaven auf den Reformationstag an diesem Sonnabend aufmerksam machen. Der Reformationstag sei in der evangelischen Kirche der Gedenktag zu Ehren von Martin Luthers (1483-1546) großer Kirchenreform vor fast 500 Jahren, erläuterte am Dienstag Kreisjugenddiakon Michael Hinrichs. Mit dem Geisterfest "Halloween", das dann viele feierten, habe der Reformationstag nur das Datum gemeinsam.

Luther habe auch über Geister und Teufel nachgedacht, an die zu seinen Lebzeiten viele Menschen geglaubt und vor denen sie Angst gehabt hätten, ergänzte Hinrichs. Die Angst sei damals überhaupt nicht gruselig-witzig gewesen. Sie sei eine drückende und düstere Macht gewesen, die manchmal auch zu Ausschreitungen geführt habe. Deshalb sei es Luther wichtig gewesen, den Menschen die Angst vor Geistern und Teufeln zu nehmen.

Am Reformationstag erinnern Protestanten in aller Welt an den Beginn der Reformation durch Luther und die Entstehung der evangelischen Kirche vor fast 500 Jahren. Ob Luther seine 95 Thesen am 31. Oktober 1517 tatsächlich an die Tür der Wittenberger Schlosskirche schlug, ist zwar historisch nicht gesichert. Die öffentliche Wirkung, die von der Anprangerung kirchlicher Missstände wie dem Ablasshandel ausging, ist jedoch unumstritten.

Der Begriff Reformation bezeichnet die kirchliche Erneuerungsbewegung, die im 16. Jahrhundert von Deutschland ausging und Europa grundlegend veränderte. Anliegen des katholischen Augustinermönchs Luthers, der von der Suche nach einem gnädigen Gott getrieben war, war die Erneuerung der katholischen Kirche und deren Rückkehr zu ihrem geistigen Ursprung der Botschaft des Evangeliums.

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