Früherer Regionalbischof Jantzen wird 70

Nachricht 26. September 2015
hans_hermann_jantzen
Der frühere Lüneburger Landessuperintendent Hans-Hermann Jantzen bei einem Gottesdienst in Marktkirche in Hannover im November 2010. Bild: epd-bild/Norbert Neetz

Lüneburg (epd). Der frühere Lüneburger Regionalbischof Hans-Hermann Jantzen feiert an diesem Montag (28. September) seinen 70. Geburtstag. Jantzen leitete bis Mitte März 2011 mehr als 13 Jahre lang als Landessuperintendent den Sprengel Lüneburg, der mit rund 575.000 Kirchenmitgliedern in elf Kirchenkreisen der größte Bezirk der hannoverschen Landeskirche ist. Nach dem Rücktritt der damaligen Landesbischöfin Margot Käßmann vertrat er zudem rund ein Jahr lang als Bischofsvikar das höchste Amt in der evangelischen Landeskirche.

Hans-Hermann Jantzen wurde in Polle bei Holzminden geboren. Als Sohn eines evangelischen Superintendenten wuchs er in Cadenberge bei Cuxhaven auf. Nach dem Abitur studierte er Theologie in Göttingen und Tübingen. Danach verbrachte er ein Studienjahr in Dallas in den USA. Als Pastor arbeitete er zunächst in Lehrte bei Hannover.

Zwischen 1980 und 1986 bildete er als Studieninspektor am Predigerseminar in Hildesheim den theologischen Nachwuchs aus. 1986 wurde Jantzen Superintendent des Kirchenkreises Göttingen-Nord. 1997 dann Landessuperintendent in Lüneburg. Er ist mit der Zahnärztin Ursel Jantzen verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.

Jantzen machte sich in seinem Amt unter anderem für soziale Gerechtigkeit und den Umweltschutz stark. Im Sprengel Lüneburg, in dem Gorleben liegt, begleitete ihn das Thema Atompolitik. Vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland wurde er für seinen Einsatz gegen die Atomkraft geehrt. Jantzen, der weiterhin in Lüneburg lebt, ist dort unter anderem ehrenamtlicher Vorstandsvorsitzender die Stiftung "Diakonie - ich mache mit". Auch als leidenschaftlicher Prediger und Chorsänger ist er der Kirche weiter verbunden.

Copyright: epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen