Umweltpreis für Grünen Hahn in Maschen

Nachricht 15. September 2015

Die Projektgruppe „Grüner Hahn“ der Ev.-luth. Kirchengemeinde Maschen ist mit einem 1. Umweltpreis des Ökumenischen Schöpfungstages 2015 ausgezeichnet worden. „Wir freuen uns sehr über diesen Preis und die Anerkennung unserer Arbeit“, sagt Rolf Wißmann, Umweltbeauftragter der Kirchengemeinde und Leiter des Teams „Grüner Hahn“.

Am Sonntag, 20. September, überreicht Landessuperintendent Dieter Rathing den Preis im Rahmen eines Gottesdienstes in der Friedenskirche Maschen um zehn Uhr. Die Maschener werden unter anderem für ihren Beitrag zur Reduktion von Treibhausgasen und zur nachhaltigen Beschaffung von Lebensmitteln und Verbrauchsgütern ausgezeichnet.

Gewürdigt wurde die beständige, nachhaltige Arbeit für Umweltschutz und Sicherheit in allen Bereichen der Kirchengemeinde: „Mit unserem Management-System überprüfen wir ständig unsere Verbräuche, überarbeiten Maßnahmen und prüfen weitere Einsparungsmöglichkeiten“, sagt Wißmann. Mit einem Team von fünf Ingenieuren im Ruhestand hat er vor fünf Jahren den „Grünen Hahn“ in der Maschener Kirchengemeinde etabliert, seit 2012 ist die Projektgruppe zertifiziert. „Für unsere Kirchengemeinde ist es ein großes Glück solch ein kompetentes Team zu haben, das dieses Management-System aufgestellt hat“, sagt Kirchenvorsteherin Ulrike Voß.

Der Grüne Hahn hat in Maschen mit Unterstützung des Kirchenvorstands viele Baumaßnahmen zur Energieeinsparung umgesetzt. So wurde zur Verringerung der Treibhausgasemission die alte Öl-Heizung auf eine moderne energieeffiziente Gas-Heizung umgestellt, an beiden Standorten Horster Landstraße und Eichenallee wurden diverse Dämmmaßnahmen an den Gebäuden vorgenommen und neue Fenster und gedämmte Türen eingebaut. Eine bedarfsgerechte Beheizung erfolgt nach einem im Internet geführten Belegungsplan der Räume.

Nachhaltigkeit wird in der Gemeinde auch beim Einkauf von Lebensmitteln und Verbrauchsgütern gelebt. „Seit zwanzig Jahren gibt es bei uns den Eine-Welt-Laden, der nach sozialen und ökologischen Kriterien einkauft. Auch in den Gruppen der Gemeinde verwenden wir möglichst fair gehandelte Waren“, sagt Wißmann. Nach ökologischen Kriterien werden Produkte aus der Region eingekauft, Handwerker aus dem Umkreis beschäftigt und der Gemeindebrief wie alle Unterlagen nur auf Umweltpapier gedruckt.

Wichtig ist der Gruppe, den Umweltgedanken ins Bewusstsein der Gemeinde zu tragen. „Wir regen immer wieder an, zu Fuß zum Gottesdienst zu kommen und das Auto stehen zu lassen. Auch im Konfirmanden-Unterricht geht es bei Umweltthemen um die Frage, wie jeder Einzelne zum Umweltschutz beitragen kann.“ In allen Räumen stehen Abfallbehälter zur Mülltrennung bereit, Spartasten bei Toilettenspülungen und Bewegungsmelder in Räumen helfen bei der Einsparung von Strom und Wasser. Im Winter wird Granulat statt Salz gestreut, neue einheimische Bäume wurden gepflanzt. 64 Prozent der Grundstücksflächen sind begrünt.

„Wir müssen als Christen unsere Umwelt schützen und ich freue mich, wenn wir mit unserem Team in Maschen viel dafür tun können“, sagt Wißmann. Mit dem Preisgeld von 1.000 Euro will die Gruppe ein Umweltprojekt mit Jugendlichen finanzieren. Ausruhen werden sie sich indes auf ihrem Preis nicht. „Die nächsten Projekte stehen an, so muss das Kirchendach gedämmt und ein neues Beleuchtungskonzept für die Kirche entworfen werden, das moderner, pflegeleichter und energieeffizienter ist.“

Kirchenkreis Hittfeld

Der Umweltpreis

Anlässlich des bundesweiten „Ökumenischen Schöpfungstages 2015“ hatte die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Niedersachsen einen Umweltpreis ausgelobt. Mehr als 40 Bewerbungen gingen ein, von insgesamt 21 ausgezeichneten Projekten erhalten sieben einen Ersten Preis und 1.000 Euro Preisgeld.