Sozialexperte Künkel lobt Landesregierung für Aufstockung der Finanzmittel in der Flüchtlingsversorgung

Nachricht 09. September 2015

Hannover (epd). Der Sozialexperte Christoph Künkel hat die niedersächsische Landesregierung dafür gelobt, dass sie 300 Millionen Euro zusätzlich für die Flüchtlingsversorgung bereitstellen will: "Das ist das richtige Signal zur rechten Zeit", sagte der Sprecher der Diakonie in Niedersachsen und derzeitige Vorsitzende der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege am Donnerstag in Hannover.

Die Beratungsstellen der Wohlfahrt in Niedersachsen hätten schon jetzt nicht mehr genügend Kapazitäten zur Unterstützung von Flüchtlingen, erläuterte Künkel. Und der Bedarf werde erwartungsgemäß weiter steigen: "Ich freue mich, dass das Land diesen hohen Handlungsdruck erkannt und darauf reagiert hat."

Es sei sinnvoll, an vorhandene Strukturen anzuknüpfen und die Flüchtlingssozialarbeit sowie die Migrationsberatung mit fünf Millionen zu fördern. "Es wäre unklug und eine Überforderung, wenn Dienste in dieser akuten Situation bei null anfangen müssten."

In der Landesarbeitsgemeinschaft sind die sechs Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege zusammengeschlossen: Neben der Arbeiterwohlfahrt sind dies Caritas, Deutsches Rotes Kreuz, Diakonisches Werk, der Paritätische Wohlfahrtsverband und die Jüdische Wohlfahrt.

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