Erstmals ökumenische Andacht für Opfer von Verkehrsunfällen in Hannover

Nachricht 09. September 2015

Hannover (epd). Mit einer ökumenischen Andacht in der Marktkirche soll am Dienstag um 18 Uhr erstmals Menschen gedacht werden, die bei Unfällen mit Bussen oder Bahnen der hannoverschen Verkehrsbetriebe Üstra ums Leben gekommen oder schwer verletzt worden sind. Eingeladen seien die Angehörigen der Opfer sowie Vertreter von Polizei, Feuerwehr und der Üstra, sagte Marktkirchenpastorin Hanna Kreisel-Liebermann am Donnerstag dem epd. "Es können aber auch einfach Menschen kommen, die den Unfall mit angesehen oder einen Nachbarn verloren haben."

Die Idee zu einem solchen Gottesdienst sei 2014 entstanden, nachdem innerhalb kurzer Zeit eine Reihe von Unfällen mit Beteiligung der Üstra geschehen war, sagte die Pastorin. "Das sind nur Einzelschicksale, die aber in direkter Nachbarschaft passieren." Bei großen Katastrophen reagiere jeder betroffen, aber die kleinen Katastrophen seien genauso wichtig.

In Hannover kommen jährlich zwei bis vier Menschen durch Unfälle mit einem öffentlichen Verkehrsmittel ums Leben. Im Jahr 2014 waren es sogar sieben Unfalltote. Hinzu kommen jedes Jahr zwischen 30 und 50 Unfälle mit Verletzten.

Zu der Andacht würden Vertreter verschiedener Religionen erwartet, außerdem ein Sprecher der Polizeiseelsorge und ein Vertreter der Üstra. Neben den Grußworten und einer Ansprache durch Pastorin Kreisel-Liebermann gebe es Musikbeiträge, außerdem sollten Kerzen für die Opfer angezündet werden. Es solle außerdem betont werden, dass die Üstra-Fahrer keine Täter seien und sehr umsichtig im Straßenverkehr handelten.

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