Herbsttage der Jüdischen Musik eröffnen am 26. September in Hannover

Nachricht 08. September 2015

Hannover (epd). Die "Herbsttage der Jüdischen Musik" in Hannover wollen mit 14 Konzerten, Vorträgen und Führungen vom 26. September an in der historischen Villa Seligmann an die Befreiung der Konzentrationslager vor 70 Jahren erinnern. Eröffnet würden die Herbsttage mit einem Walzerabend zum jüdischen Neujahrsfest durch Professor Erika Lux am Flügel, teilten die Veranstalter mit.

Eine Ausstellung solle Augenzeugenberichte, Zeitungen und religiöse Schriften zeigen, die das Leben der Menschen nach ihrer Befreiung in den sogenannten Displaced Persons Camp dokumentieren, hieß es. Zum Thema "Weimar - Spiegelbild deutscher und jüdischer Geschichte" spreche am 15. Oktober der ehemalige Regierungssprecher Franz Rainer Ernste. Am 7. November sei ein Konzert zum Gedenken an die Reichspogromnacht mit dem Europäischen Synagogalchor unter Leitung von Andor Izsak in der Marktkirche geplant. Niedersachsens Justizministerin Niewisch-Lennartz (Grüne) sei für den 25. November zu einem Vortrag über die Rolle der Juristen im Dritten Reich eingeladen.

Die "Herbsttage der Jüdischen Musik" enden am 1. Dezember mit einem Chorkonzert zum jüdischen Chanukka-Fest. Veranstalter sind die Siegmund Seligmann-Gesellschaft und die Gottfried Wilhelm Leibniz Universität.

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