Gedenken an die Opfer des Atomwaffenabwurf vor 70 Jahren

Nachricht 27. Juli 2015
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Bild: epd-bild/mck

Landesbischof Heinrich Bedford Strohm, Ratsvorsitzender der EKD, wird vom 5.-10. August in Hiroshima und Nagasaki am Gedenken an den Atombombenabwurf am 6. und 9. August 1945 teilnehmen.

Bedford-Strohm reist als deutscher Repräsentant einer Gruppe von Vertretern des Ökumenischen Rats der Kirchen (ÖRK) nach Japan. Zur Delegation gehören neun Bischöfe und Personen der Kirchenleitung aus acht Ländern, die am Schutz durch Atomwaffen festhalten. Die Reise ist Teil des „Pilgerwegs für Gerechtigkeit und Frieden“, den die Vollversammlung des ÖRK Ende 2013 in Busan (Südkorea) beschlossen hatte. Weltweit machen sich seitdem Menschen auf den Weg, um sich für den Frieden in der Welt einzusetzen. Dazu Bedford-Strohm: „Wir wollen den 70. Jahrestag der Atombombenabwürfe zum Anlass nehmen, um darauf hinzuweisen, dass es uns heute, so viele Jahre nach diesen schrecklichen Ereignissen, immer noch nicht gelungen ist, bei der Ächtung dieser Waffen entscheidend voranzukommen“.

Die Mitglieder der Delegation werden in Hiroshima und Nagasaki mit Überlebenden sprechen, mit Christen der örtlichen Kirchen beten und mit Gläubigen anderer Religionen über die Not der beiden Städte nachdenken. Ein zentrales Ziel der Reise besteht darin, die geistlich und ethisch begründete Kritik an der Nutzung von Atomwaffen auf die Tagesordnung zu bringen. Insbesondere in den Staaten, die selbst Atomwaffen besitzen oder die sich auf den Schutz durch Atomwaffen verlassen, wie dies bei den NATO-Staaten der Fall ist, kann deren Rolle anlässlich des Gedenkens neu diskutiert werden.

Bedford-Strohm erinnert daran, dass die EKD-Synode bereits 2010 gefordert habe, dass die in Deutschland und in weiteren europäischen Ländern gelagerten amerikanischen Atomwaffen abgezogen werden. „Wenn es uns gelänge, den Initiativen für die weltweite Ächtung von Atomwaffen neues Leben zu geben, wäre das natürlich sehr schön“, sagt der Vorsitzende des Rates der EKD. Die EKD-Synode habe bereits 2010 gefordert, dass die in Deutschland und in weiteren europäischen Ländern gelagerten amerikanischen Atomwaffen abgezogen werden. Weiter sollten die Atomwaffenstaaten bis zur vollständigen Abschaffung solcher Waffen auf deren Ersteinsatz verzichten. „Diese Forderungen sind nach wie vor aktuell“, so Bedford-Strohm.

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