Jugendfeuerwehren setzen Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit

Nachricht 27. Juli 2015
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Bild: Jugendfeuerwehr

Bremen/Wolfshagen (epd). Unter dem Motto "Aufleuchten" wollen die Jugendfeuerwehren in Bremen und Niedersachsen gemeinsam ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und für Demokratie und Toleranz setzen. An der Aktion beteiligten sich etwa 3.700 Mädchen, Jungen und Jugendleiter, teilten die Organisatoren am Montag mit. Dazu sind am Donnerstagabend (30. Juli) bei Landeszeltlagern sowohl in Bremen wie auch in Wolfshagen im Harz Lichtermeere geplant.

"Seit Jahren engagieren wir uns gegen Fremdenfeindlichkeit und für interkulturelle Öffnung", erläuterte Niedersachsens Landes-Jugendfeuerwehrwartin Anke Fahrenholz. "So entstand auch die Idee, eine gemeinsame Aktion mit den Bremern in diese Richtung zu starten." Die Initiative solle eine Brücke schlagen zwischen den beiden Landeszeltlagern und gleichzeitig "ein deutliches und nachhaltiges Signal für eine hohe Willkommenskultur in den Jugendfeuerwehren setzen", ergänzte ihr Bremer Kollege Christian Patzelt.

So soll zeitgleich von knapp 800 Bremer Campteilnehmern und rund 2.900 Jugendlichen in Wolfshagen mit Lampen und Kerzen in riesigen Buchstaben das Wort "WIR" gestaltet werden. Bremens Bürgermeister Carsten Sieling (SPD) lobte die Aktion: "Feuerwehr heißt Hilfe in der Not. Dazu passt es ganz hervorragend, dass die Jugendfeuerwehr Bremen und die Niedersächsische Jugendfeuerwehr mit ihren Landeszeltlagern Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit setzen."

Sieling bat die Jugendfeuerwehren, Flüchtlinge zum Mitmachen in ihre Gruppen einzuladen. Er sei sich sicher, dass es unter den Flüchtlingen Kinder, Jugendliche und Erwachsene gebe, die sich für das Angebot der Feuerwehren begeistern ließen. In Niedersachsen gibt es knapp 2000 Jugend- und mehr als 700 Kinderfeuerwehren mit über 40.000 Mitgliedern. In Bremen und Bremerhaven engagieren sich in 15 Gruppen knapp 300 Jugendliche.

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