Kirchenasyl für eritreischen Flüchtling in Achim erfolgreich beendet

Nachricht 22. Juni 2015

Achim/Kr. Verden (epd). Das Kirchenasyl für einen Flüchtling aus dem nordostafrikanischen Eritrea in Achim bei Bremen hat ein gutes Ende gefunden. Der 57-Jährige könne vorerst in Deutschland bleiben, berichtete am Montag der Pastor der evangelischen St. Laurentius-Kirchengemeinde in Achim, Christoph Maaß. Das habe das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge entschieden. Die Gemeinde hatte dem Mann drei Monate lang Kirchenasyl gewährt, weil er von Deutschland über Norwegen nach Eritrea abgeschoben werden sollte. Nun kann er in Deutschland einen Asylantrag stellen, über den das Bundesamt entscheidet.

In Achim hatten ihn Freunde und ein Unterstützerkreis versorgt. Der Mann war über Norwegen nach Deutschland gekommen und sollte nach Angaben von Maaß wieder nach Norwegen abgeschoben werden. Anders als Deutschland schiebt Norwegen eritreische Flüchtlinge in ihr Heimatland ab.

Eritrea gehöre zu den repressivsten Ländern der Welt, erläuterte Maaß. Die Gefangenen-Hilfsorganisation Amnesty International berichte von Tausenden willkürlicher Verhaftungen sowie von Folter und Hinrichtungen in dem Land. "Männer werden langjährig zum Militärdienst gezwungen, ohne Aussicht auf einen ausreichenden Sold zu haben", ergänzte Maaß. Vor diesem Militärdienst war auch der 57-Jährige geflohen. "Der Ehemann und Vater von drei Kindern konnte seine Familie nicht mehr ernähren." In Eritrea habe ihm Gefahr an Leib und Leben gedroht.

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