Hospizbewegung übergibt Studie zum Ehrenamt an Sozialministerin

Nachricht 28. Mai 2015
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epd-bild / Winfried Rothermel

Hannover/Celle (epd). Ehrenamtliche, die sterbende Menschen begleiten, sind hoch engagiert, wünschen sich aber mehr professionelle Unterstützung: Zu diesem Ergebnis kommt eine zweijährige Studie der niedersächsischen Hospizbewegung und der Hochschule Hannover. Vertreter der Hospiz Stiftung und der Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz mit Sitz in Celle übergaben am Donnerstag den Projektbericht an Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt (SPD).

Das Land hatte die Untersuchung zum Thema mit 337.500 Euro gefördert. In Niedersachsen engagieren sich etwa 15.000 Ehrenamtliche in 127 ambulanten Diensten und 26 stationären Hospizen. "Ohne ihren Einsatz und ihr Engagement hätte die Hospizarbeit heute nicht den Stellenwert in der Gesellschaft erlangt, den sie sich in den letzten Jahren erarbeitet hat", sagte Ministerin Rundt.

Ziel der Studie zum Thema war es, zuverlässige Erkenntnisse über das Ehrenamt in der ambulanten Hospizarbeit und der Palliativversorgung zu erhalten und darüber Qualitätsstandards zu definieren, wie die Hospizbewegung mitteilte. Dafür hatten Studierende der Fakultät "Diakonie, Gesundheit und Soziales" an der Hochschule bis zum Herbst 2014 ausgewählte Ehrenamtliche begleitet.

Sie fanden heraus: Die Mitarbeitenden fühlen sich gut vorbereitet und wissen um die gesellschaftliche Bedeutung ihres Auftrags. Sie möchten aber mehr Supervision und mehr professionelle Ansprechpartner. Die Ergebnisse sollen in die Fortbildung einfließen. Initiatoren der Studie waren die Hospiz Stiftung und die Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz in Niedersachsen.

Projektleiterin Rosemarie Fischer sprach sich für eine weitere institutionelle Förderung der Hospizarbeit aus, um deren Zukunft langfristig sicherzustellen. So benötige die Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz eine hauptamtliche Geschäftsführung.

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