EKD-Synode: Irmgard Schwaetzer bleibt Vorsitzende

Nachricht 01. Mai 2015

Irmgard Schwaetzer bleibt Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Die in Würzburg tagenden Synodalen wählten in ihrer konstituierenden Sitzung die ehemalige Bundesministerin zur Vorsitzenden auch der 12. Synode. Auf Schwaetzer entfielen 111 von 115 abgegebenen Stimmen. Irmgard Schwaetzer stand zwischen November 2013 und Mai 2015 bereits der 11. Synode vor. Präses Schwaetzer: „Das Wahlergebnis ist ein klares Signal der Geschlossenheit, für das ich den Synodalen danke. Dies ist ein guter Auftakt für eine EKD-Synode, in deren Legislaturperiode das große Jubiläum 500 Jahre Reformation fällt.“ Heinrich Bedford-Strohm, Ratsvorsitzender der EKD, gratulierte zur Wahl: „Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit mit Irmgard Schwaetzer. Wir alle sind dankbar, dass an der Spitze der Synode auch weiterhin eine so erfahrene, umsichtige und leidenschaftlich für die Zukunft unserer Kirche engagierte Frau steht.“

Irmgard Schwaetzer (73) wurde 1942 in Münster (Westfalen) geboren. Sie studierte Pharmazie in Passau, Münster und Bonn. Nach ihrer Promotion 1971 war die Apothekerin bis 1980 als leitende Angestellte in Unternehmen der pharmazeutischen Industrie und der Konsumgüterindustrie tätig. Die FDP-Politikerin war von 1980 bis 2002 Mitglied des Deutschen Bundestages. Von 1987 bis 1991 war sie Staatsministerin im Auswärtigen Amt, anschließend bis 1994 Bundesministerin für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau. Seit 2009 gehört Präses Schwaetzer der Synode der EKD an, ebenso der Vollkonferenz der Union Evangelischer Kirchen in der EKD. Die Amtszeit der Präses endet mit der laufenden Legislaturperiode der Synode im Mai 2021.

Würzburg, 2. Mai 2015

Pressestelle der EKD
Carsten Splitt