Politiker und Überlebende erinnern an Befreiung von Bergen-Belsen vor 70 Jahren

Nachricht 06. April 2015

Bergen-Belsen/Kr. Celle (epd). Politiker und Überlebende erinnern am 26. April im niedersächsischen Bergen-Belsen an die Befreiung des Konzentrationslagers vor 70 Jahren. Zu der Gedenkfeier auf dem Gelände der Gedenkstätte werden unter anderen Bundespräsident Joachim Gauck, der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) und der Präsident des Jüdischen Weltkongresses, Ronald Lauder, erwartet. Außerdem wollen rund 100 Überlebende des Lagers mit ihren Angehörigen kommen, wie eine Sprecherin mitteilte.

Am 15. April 1945 hatten britische Truppen das Konzentrationslager in der Lüneburger Heide bei Celle befreit. In Bergen-Belsen wurden mehr als 52.000 KZ-Häftlinge und rund 20.000 Kriegsgefangene ermordet oder starben an Hunger, Durst, Krankheiten und den Folgen der Haft.

Die zentrale Gedenkfeier des Landes und der jüdischen Gemeinden in Niedersachsen beginnt den Angaben zufolge um 11 Uhr mit Kranzniederlegungen an Mahnmalen der Gedenkstätte. Neben Gauck, Weil und Lauder sprechen dabei Vertreter der Überlebenden. Bereits um 9.30 Uhr wird auf dem Kriegsgefangenenfriedhof in Bergen-Belsen der Kriegsgefangenen im Lager gedacht. Am Nachmittag spricht die KZ-Überlebende Anita Lasker-Wallfisch bei einer Gedenkveranstaltung der Arbeitgemeinschaft Bergen-Belsen.

Gemeinsam mit der Gedenkstätte Mittelbau-Dora in Thüringen plant die Gedenkstätte Bergen-Belsen den Angaben zufolge zudem eine Ausstellung zu den Todesmärschen zwischen beiden Lagern. Am 13. April wird der erste Teil in Mittelbau-Dora eröffnet. Der zweite Teil der Gemeinschaftsausstellung "Todesmärsche zwischen Harz und Heide" ist ab 24. April in Bergen-Belsen zu sehen.

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