Kunstprojekt feiert zehn Jahre Pilgerweg von Loccum nach Volkenroda

Nachricht 02. April 2015

Loccum/Osnabrück (epd). Mit einem Kunstprojekt wollen die hannoversche Landeskirche und die Klosterkammer Hannover an das zehnjährige Bestehen des ökumenischen Pilgerwegs vom Kloster Loccum zum Kloster Volkenroda erinnern. Dafür haben die Initiatoren ein Kunststipendium an die Osnabrücker Künstlerin Nikola Dicke vergeben, wie das Haus kirchlicher Dienste der evangelischen Landeskirche in Hannover mitteilte.

Der rund 300 Kilometer lange Pilgerweg von Niedersachsen nach Thüringen entlang der Weser, Leine und Unstrut wurde am 6. April 2005 in Hameln von der früheren Landesbischöfin Margot Käßmann eröffnet. Für ihr Projekt will Dicke unter anderem Pilgerlieder sammeln und sie in Lichtinstallationen übersetzen, die an Wände von Kirchen und Kapellen entlang des Weges projiziert werden sollen.

So soll von Loccum aus eine "Lichtspur" entstehen. Die Künstlerin will dabei auch musikalische Elemente aufnehmen und die Menschen am Pilgerweg mit in die Entstehung der Werke einbeziehen. Die ersten Exponate will sie am 10. Mai im Kloster Bursfelde bei Göttingen vorstellen. Für das Projekt vom 1. Mai bis zum 31. Oktober stellen die Initiatoren insgesamt 6.000 Euro zur Verfügung.

An der Strecke zwischen Loccum bei Nienburg und Volkenroda bei Mühlhausen liegen zahlreiche Kirchen und 39 Klöster, darunter zwölf Zisterzienser-Klöster und zwei orthodoxe Klöster. Anfang und Ziel stehen in einer besonderen Beziehung zueinander, weil das Kloster Loccum 1163 von Zisterziensermönchen aus Volkenroda gegründet wurde. Jährlich sind den Angaben zufolge rund 3.000 Pilger mit Pilgerpass auf dem Weg unterwegs. Die eigentliche Zahl wird weitaus höher geschätzt.

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