Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung zieht 1.000 Tage nach Fusion positive Bilanz

Nachricht 15. März 2015

Berlin, 16. März 2015. 1.000 Tage nach der Fusion des Diakonischen Werks der EKD und des Evangelischen Entwicklungsdienstes zieht der Aufsichtsrat eine positive Bilanz. Beide Organisationen verschmolzen nach der Fusionskonferenz im Juni 2012 zum Evangelischen Werk für Diakonie und Entwicklung, zu dem die Diakonie Deutschland und Brot für die Welt mit der Diakonie Katastrophenhilfe gehören. Der Zusammenschluss der Werke mit den Standorten Berlin, Bonn und Stuttgart ist im Zeit- wie im Budgetplan geblieben. Das belegen entsprechende Abschlussberichte. Der Aufsichtsrat des Evangelischen Werks für Diakonie und Entwicklung sprach daher den Vorständen und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seinen ausdrücklichen Dank aus.

„Die Vision ist Wirklichkeit geworden“, sagt Bischof Markus Dröge, Aufsichtsratsvorsitzender. „Wir wollten durch den Zusammenschluss Netzwerke der Nächstenliebe und der Solidarität spannen – zur Überwindung der Armut und über die nationalen Grenzen hinaus. Das ist gelungen.“

Inzwischen lassen sich auch inhaltliche Synergien nachweisen. Ein Beispiel ist die aktuelle Flüchtlingskrise. Im Haus am Nordbahnhof in Berlin-Mitte wird das Thema von der Versorgung syrischer Flüchtlinge etwa im Libanon oder in der Türkei, über die Lobbyarbeit zur EU-Politik zu afrikanischen Bootsflüchtingen auf dem Mittelmeer bis hin zur Flüchtlingsbetreuung in Diakonie-Einrichtungen in Deutschland behandelt.

Im Juli 2009 erteilte der Ständige Haushaltsausschuss der Synode der EKD dem Oberrechnungsamt der EKD (ORA) den Auftrag, den Fusionsprozess begleitend zu prüfen. Auch das Urteil dieser Prüfung fällt positiv aus. Das ORA bescheinigt den Hauptverantwortlichen unter anderem, dass der Fusionprozess von einer hohen Steuerungs- und Leitungskompetenz geprägt war und sie sich erfolgreich für die politischen, fachlichen und wirtschaftlichen Ziele eingesetzt hätten.

Die gesamten Kosten der Fusion werden derzeit mit 29,9 Mio Euro veranschlagt. Die finanziellen Synergien liegen bei rund 5,1 Mio. Euro jährlich. Das sind 42 Prozent mehr als 2008 in der Planung der Fusion angenommen wurde. Die Kosten der Fusion werden sich damit voraussichtlich innerhalb von sechs Jahren amortisiert haben. Nennenswert sind auch die Einsparungen. Ein gutes Beispiel ist die vom Umweltmanagement ermittelte Halbierung der Personenkilometer für innerdeutsche Dienstreisen. Einziger Wermutstropfen: die Zahl der Überstunden und der angehäuften Urlaubstage innerhalb der Belegschaft können erst nach und nach abgebaut werden.

Seit Oktober 2012 arbeiten die Fachleute von nationaler Diakonie, internationaler Entwicklungszusammenarbeit und humanitärer Hilfe unter dem Dach des Evangelischen Werks für Diakonie und Entwicklung in Berlin-Mitte. Dafür wurden die bestehenden Standorte Stuttgart, Bonn und Berlin-Dahlem aufgelöst. Die Entscheidung war bereits 2008 gefallen. Das Gebäude an der Caroline-Michaelis-Straße 1 in Berlin-Mitte mit den rund 700 Mitarbeitenden wurde im Februar 2013 nach Gold-Standard – der höchsten erreichbaren Bewertungsstufe – der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen zertifiziert.