20. Jahrestag der Anschläge von New York und Washington

Tagesthema 11. September 2021

Nach den Terroranschlägen am 11. September 2001 kamen in der ganzen Welt viele Menschen zu Gedenkgottesdiensten für die Opfer zusammen. In Hannover kamen Tausende Menschen am Abend des 11. September und am nächsten Morgen in die Marktkirche in Hannover.

"Sorgen um den Frieden in der Welt"

"Die Anschläge in den USA sind ein Zeichen entsetzlich grausamer Gewalt, ein unglaublicher Akt terroristischer Brutalität", sagte die damalige Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann am Abend des 11. September bei einem Gottesdienst in der Marktkirche in Hannover. Etwa 1.000 Menschen waren zu dem Gottesdienst gekommen, die zuvor im Radio angekündigt worden war.

"Viele Menschen haben Sorge um den Frieden in der Welt. Das Evangelium ruft uns auf, Gleiches nicht mit Gleichem zu vergelten und für die Überwindung der Gewalt in der Welt entschieden einzutreten", so Käßmann in ihrer Predigt.

Für den nächsten Tag bat die Landesbischöfin die Kirchengemeinde der Landeskirche darum, am Abend um 18 Uhr Trauergottesdienste zu veranstalten.

"Weitere Eskalation verhindern"

Der damalige Hildesheimer katholische Bischof Josef Homeyer und die frühere hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann beim ökumenischen Bittgottesdienst für die Opfer der Terroranschläge in New York und Washington am 12.09.2001 in der Marktkirche in Hannover. Bild: Jens Schulze/epd-bild

"Die Anschläge in den USA sind ein Zeichen entsetzlich grausamer Gewalt, ein unglaublicher Akt terroristischer Brutalität. Ich bete für die vielen Menschen, die mitten im Alltag ermordet wurden, schwer verletzt sind, Angst haben und um Angehörige bangen", schrieb Margot Käßmann am Tag nach den Anschlägen in einer Pressemitteilung.

"Viele von uns haben Sorge um den Frieden in der Welt. Ich hoffe, die Vernunft wird eine weitere Eskalation verhindern. Die politischen Mächte dieser Welt sind jetzt gefordert, im Frieden einen Weg zu finden und nicht übereilt die Waffen sprechen zu lassen.

Es beschämt mich, zu sehen, wie andere Menschen so voller Hass sind, dass sie sich über das Leid anderer zu freuen scheinen. Die christlichen Kirchen rufen auf zum Frieden. Das Evangelium ruft uns auf, Gleiches nicht mit Gleichem zu vergelten und für die Überwindung der Gewalt in der Welt entschieden einzutreten.

Mich tröstet die Verheißung der Offenbarung des Johannes: „“Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen und der Tod wird nicht mehr sein noch Leid noch Geschrei noch Tod wird mehr sein“ (Offenbarung 21, 4)."