Ein Kreuz wird von Sonnenlicht beschienen. Bild: Christine Warnecke

#IchBinDabei - Stimmen aus Niedersachsen

Tagesthema 14. Juli 2021

"Da stand diese 14-Jährige und sagte: Ich will getauft werden"

Simon de Vries erlebte einen Gänsehaut-Moment. Bild: Evangelische Medienarbeit

„Das war ein echter Gänsehaut-Moment“, erzählt Simon de Vries, während er mit den Fingerspitzen leicht auf das Taufbecken in der Kreuzkirche in Nordhorn klopft und gedanklich nochmal eintaucht in diese berührende Geschichte. 
Vor ein paar Monaten kam er zufällig in die Kirche, als im Altarraum zwei junge Frauen standen. „Ich fragte, ob ich Ihnen helfen kann, aber die beiden drucksten erstmal ein bisschen rum, wie 14-Jährige es eben manchmal tun. Bis die eine dann sagte, ihre Freundin sei irgendwie interessiert. Woran sie denn interessiert sei? Am christlichen Glauben. Dann haben wir uns erstmal hingesetzt.“

Der Pastor fragte gespannt nach, woher dieser Wunsch kommt und wie die beiden an jenem Tag in die Kirche gekommen sind. Dabei spielte die Freundin der „interessierten“ Christin eine sehr wichtige Rolle, erzählt Simon de Vries: „Irgendwann fragte ich sie, ob sie auch Interesse an Religion hat. Die Antwort war Ja – aber sie sei Muslima. Das hat mich sehr berührt zu sehen, wie diese junge Frau ihre Freundin auf ihrem Weg unterstützt.“

Etwas später feierte der Pastor tatsächlich Taufe mit Aksana, der jungen Frau, und der Gemeinde. Für Simon de Vries zeigt dieses besondere Erlebnis, wie Kirche sein sollte: offen für alle, ganz praktisch durch die geöffneten Kirchentüren, „ohne zu sagen, dass wir alle Antworten haben. Das ist ein Bild von Kirche, das keiner mehr braucht.“

"Die beste Botschaft der Welt"

Sie war die typische "U-Boot-Christin", bevor sie schließlich sogar im Kirchenvorstand landete: Kirsten Ahrens-Imhorst aus Lüneburg findet, das Christentum habe die beste Botschaft der Welt.

Hier geht es zu ihrer Geschichte.

"Ich bin nicht gläubig - aber gern dabei!"

Marie Peuckmann glaubt weder an Gott noch Jesus - doch trotzdem sie ist gern Teil der Evangelischen Jugend Bramsche, genauer: des Mediendienstes. So lernte sie zum Beispiel die Diakonie gut kennen.

"Ich stehe hinter den Werten"

"Ich kann mich mit der Institution Kirche identifizieren" - junge Menschen sagen das nicht oft. Magnus Hackmann aus Bramsche schon.

"Liebe und Gerechtigkeit in die Welt bringen"

Susanne Lange ist Lektorin und in der Hospizarbeit aktiv. "Es braucht Begeisterte, die Jesus folgen", sagt die Osnabrückerin. 

"Über große Fragen ins Gespräch kommen"

Abiturient Luis Beimfohr aus Burgwedel ist gern in der Evangelischen Jugend und mag die gemeinsame Ebene, die man schnell habe.

"Kirche als Ort, wo Menschen Gott begegnen können"

Chemielaborantin Sylvia Spreen findet, dass Kirche die beste Botschaft der Welt übermittelt.