15. Welche Chancen haben missionarische Initiativen?

Nachricht 31. Mai 2018

Café-Gemeinden, „Überraschungskirche“ für junge Familien, „We w@nder-
Konferenz“– für bisher wenig erreichte Zielgruppen will Kirche durch frische Formen wieder relevant werden. „Kirchliche Biodiversität“, so lautet das Stichwort von Dr. Sabrina Müller aus dem Zentrum für Kirchenentwicklung an der Universität Zürich, um neuen Formen des Kirche-Seins Platz einzuräumen und das Zusammenspiel mit den traditionellen Gestalten von Kirche zu beschreiben.

Monokultur und Biodiversität sind hilfreiche Bilder, um die gegenwärtige Situation der Kirchen in Europa zu analysieren und zu beschreiben. Ortsgemeinden haben eine geographische Nähe mit gewachsenen volkskirchlichen Chancen und Kontaktbrücken. „Fresh expressions“ haben ihre Stärken eher in kirchenfernen Milieus und setzen auf Beziehungsnetzwerke und ganzheitlich gelebte Gemeinschaft. Die Anträge, die bei unserem Fonds für missionarische Chancen eingehen, von einer Kaffeemaschine für das erste Kirchencafé bis zur Stellenfinanzierung von Pastorin Sabine Ulrich, die quasi als theologische Streetworkerin in einem Neubauviertel im Kirchenkreis Stade arbeitet, erzählen von dieser Gratwanderung in dieser Landschaft zwischen Vision und Re-Vision.

Ich frage mich: Wie kommen diese Linien zusammen? Im Herbst möchte ich alle hauptamtlichen Akteure in missionarischen Initiativen einladen, um mit ihnen über diese Frage zu sprechen. Ich glaube, wir brauchen andere Netzwerke für eine sinnvolle Implementierung missionarischer Initiativen in der Breite unserer Landeskirche.

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