Bild: JIP Filmproduktion

Sing it loud

Tagesthema 14. Juni 2017

Luthers Erben in Afrika/ Filmvorführung mit Regisseurin

„Jedes Jahr ruft die evangelische Kirche in Tansania einen Chorwettbewerb aus. Julia Peters porträtiert in ihrer Doku drei Chöre auf dem Weg dahin, mit viel Gespür für die afrikanische Musik.“ So beschreibt epd-Film den Dokumentarfilm „Sing it loud – Luthers Erben in Afrika“, der am Dienstag, 20. Juni im Kino am Raschplatz in Hannover gezeigt wird.

Bei der Vorführung wird die Regisseurin Julia Peters anwesend sein und anschließend mit Dr. Karen Schmitz, Partnerschaftsreferentin im Evangelisch-lutherischen Missionswerk in Niedersachsen (ELM) und Wolfgang Teichmann, Kirchenmusikdirektor im Zentrum für Gottesdienst und Kirchenmusik am Michaeliskloster Hildesheim über den Film sprechen. Die Moderation übernimmt Dietmar Adler vom Arbeitskreis Kirche und Film. Die Veranstaltung wird organisiert vom Haus kirchlicher Dienste (HkD), dem Arbeitskreis Kirche und Film und dem Kino am Raschplatz in Zusammenarbeit mit dem ELM und dem Michaeliskloster Hildesheim.

Im Jahr des Reformationsjubiläums zeigt der Film eine Facette des lutherischen Erbes auf einem anderen Kontinent. „Mich hat die Lebendigkeit dieser Menschen überzeugt und überrascht, welche Traditionen wir in anderen Kontinenten gebildet haben. Ich freue mich über die Strahlkraft unseres reformatorischen Erbes bis heute“, sagt Achim Kunze, Referent für Kunst und Kultur im HkD.

„In Tansania erheben die Menschen ihre Stimmen – und singen! ,Sing it loud – Luthers Erben in Afrika‘ ist ein elektrisierender Musikdokumentarfilm, gedreht in der herrlichen Landschaft Tansanias, in entlegenen Dörfern und der pulsierenden Großstadt Arusha. Chormusik ist dort Popmusik, sorgt unter den Menschen für sozialen Zusammenhalt und bietet persönliche Entfaltung“, so die Verleihvermittlung über den Film. „Anlässlich eines Chorwettbewerbs müssen alle Chöre eine Eigenkomposition aufführen und einen alten deutschen Choral singen. Drei Chöre beginnen mit den Proben … Der Musikfilm ,Sing it loud – Luthers Erben in Afrika‘ nimmt das Publikum mit auf eine emotionale Reise und erzählt von Musik, Glauben und Lebensfreude. Ein mitreißendes, visuelles und akustisches Fest, mit beeindruckenden Bildern der tansanischen Landschaft, berührenden Familiengeschichten und überraschenden Einblicken in das tansanische Leben.“

HkD

Synopsis

Jedes Jahr nehmen über 1500 Chöre an Wettbewerben in Nord Tansania teil, im Finale des über 60 Jahre alten Wettbewerbs der evangelisch lutherischen Kirche treten die besten Chöre gegen- einander an. Der Film erzählt vom Leben, Glauben und musikalischen Schaffen von sechs Men- schen, die in drei verschiedenen Chören singen.

Die Kleinbauern Martha und Simon aus der Nähe des Dorfes Monduli singen im Neema Chor. Martha war eine einfache Sängerin, nun komponiert sie Lieder in der Tradition der WaGogo für den Chor. Sie hoffen mit Marthas Komposition beim Wettbewerb zu überzeugen.

Das Ehepaar Maria und Evarest betreibt eine Autowerkstatt in der Großstadt Arusha. Sie haben vor 20 Jahren mit Freunden den A-Capella Cantate Chor gegründet. Sie sind Hobbysänger und nehmen jedes Jahr die Herausforderung zum Wettbewerb neu an. 

Als 15jähriger gründete Kelvin mit Freunden den Kanaani Jugendchor. Wie viele andere tansa- nische Jugendliche suchte auch Nuru sein Glück in der großen Stadt und hat durch den Chor Freunde und Arbeit gefunden. Mittlerweile ist er dort Solosänger. Nuru ist sich sicher, dass sie gewinnen! 

Die Bedingungen für den Wettbewerb sind festgelegt, es werden zwei Lieder vortragen. Die Kür ist ein selbstkomponiertes Lied. Die Pflicht ist ein europäischer Choral, der von der Kirche be- stimmt wird und sich nach 120 Jahren deutscher Musiktradition nach wie vor fremd anfühlt. In diesem Jahr ist es der Choral: "Ein feste Burg ist unser Gott." 

Alle Chorsänger haben etwas gemeinsam: Sie sind Christen und Musik ist ihre größte Leiden- schaft. Und - sie alle wollen den Chorwettbewerb gewinnen. 

singitloud.de

Mehr zum Film

Dabei sein

Filmvorführung mit anschließendem Gespräch mit der Regisseurin:

Datum:  20.Juni 2017
Uhrzeit: 18 Uhr
Ort:       Kino am Raschplatz
             Hannover

Mich hat die Lebendigkeit dieser Menschen überzeugt und überrascht, welche Traditionen wir in anderen Kontinenten gebildet haben. Ich freue mich über die Strahlkraft unseres reformatorischen Erbes bis heute

Achim Kunze, Referent für Kunst und Kultur im HkD

Die Regisseurin

Die Filmemacherin Julia Irene Peters wurde in Weimar geboren. Im Jahr 2004 schloss sie ihr Studium im Filmbereich mit Stationen in der ifs Köln und Bauhaus Uni Weimar ab. Als Regisseu- rin hat sie mehrere Kurzfilme realisiert u.a. "Zwischen Kopf und Himmel" (MDR, 3Sat) und ver- schiedene Filmkunstprojekte für das Theaterhaus Jena, die Thüringer Jazzmeile, Bockenheimer Depot Frankfurt etc. Sie arbeitet seit mehr als 15 Jahren in der Filmindustrie. Als Producerin war sie für die Tangram Filmproduktion, Ostlicht Filmproduktion, Brandstorm Entertainment AG und Daniel Zuta Filmproduktion tätig und hat internationale Koproduktionen wie den Dokumentarfilm "Plastic Planet" von Werner Boote oder "Welcome to Karastan" von Ben Hopkins betreut. Seit 2015 ist sie Inhaberin der JIP-Filmproduktion in Leipzig und Frankfurt. 

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