Bild: Michael Freitag-Parey

Peace train

Tagesthema 03. Februar 2017

Sommer-Projekt der Freizeit- und Begegnungsstätte Oese in Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte Lager Sandbostel und der Jugendarbeit des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge

Der Name verspricht viel: Mit dem „peace train“ können  Jugendliche und junge Erwachsene von 16 – 24 Jahren im Sommer in Großbritannien unterwegs sein.

Vom 15. – 28. Juli 2017 wird die Gruppe mit drei Kleinbussen quer über die britische Insel fahren. „Von daher ist der Name „peace train“ im übertragenen Sinne gemeint“, erläutert Michael Freitag-Parey, Friedenspädagoge im Kirchenkreis Bremervörde-Zeven und an der Gedenkstätte Lager Sandbostel.  „Denn wir unternehmen quasi einen Zug durch Großbritannien.“

Damit schließt sich dieses Projekt an ein vorheriges an.  Erstmalig hatte im Sommer 2015 ein „peace train“ in Deutschland und Polen stattgefunden. Damit etablierte sich ein Angebot für junge Leute aus Deutschland und anderen europäischen Ländern  gleichermaßen.

Der Roadtrip quer durch Großbritannien beginnt im Süden Schottlands. In der urigen Hauptstadt Edinburgh und weiter nördlich in Comrie hält der „peace train“ ein erstes Mal. Von dort aus gibt es verschiedene Möglichkeiten den schottischen Sommer zu genießen: Im urigen Loch Lomond National Park, nachts unter freiem Himmel und an der rauen Küste Schottlands.

Freiheit wahren

Von Schottland aus nimmt der „peace train“ Kurs auf Liverpool und quer durch Großbritannien und zu guter Letzt macht er für drei Tage Station in der Weltmetropole London. Dort und an verschiedenen anderen Orten stehen neben den vielen Aktionen und Freizeitmöglichkeiten auch unterschiedliche Begegnungen und Impulse zum Thema „frei!?“ auf dem Fahrplan. „Wir treffen in Großbritannien u.a. auf Menschen und deren Angehörige, die an der Befreiung des Kriegsgefangenen- und KZ-Auffanglager Sandbostel im April 1945 beteiligt waren. Wie definieren sie und wir Freiheit? Was ist unsere Verantwortung, unsere und die Freiheit des anderen zu wahren?“ erklärt Michael Freitag-Parey und führt aus: „peace train ist eine gute Mischung aus einer Menge Aktion,  Begegnung, ganz unterschiedlichen Typen und Orten, gemeinsam unterwegs sein, frischen Impulsen und dem Duft der großen, weiten Welt. Eine klasse Horizonterweiterung.“

Michael Freitag-Parey

Wir scheinen also ein Format gefunden zu haben, dass Jugendliche und junge Erwachsene anspricht, aber es fehlen nach wie vor die Mittel, um das Projekt „sorgenfrei“ weiter entwickeln zu können. 

Michael Freitag-Parey über die Organisation und Finanzierung des Projekts "peace train"

Die Gedenkstätte Lager Sandbostel

Die Gedenkstätte Lager Sandbostel ist ein Ort des Gedenkens und Erinnerns, des Forschens, des Sammeln, des Bewahrens und des Vermittelns bzw. des historischen Lernens. In der gedenkstättenpädagogischen Arbeit mit Jugendlichen gibt es verschiedene Angebote zum Gedenken und Erinnern sowie dem Lernen am historischen Ort des Geschehens, dem Tatort.

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