2015_11_23

Bild: FIT

schwarz.weiß.deutsch

Tagesthema 23. November 2015

Afrikaner in Niedersachsen - eine Spurensuche

Derzeit ist an der Fachhochschule für Interkulturelle Theologie Hermannsburg (FIT) die Ausstellung „schwarz.weiß.deutsch. Afrikaner in Niedersachsen – eine Spurensuche“ zu sehen (Öffnungszeiten und Anfahrt siehe Flyer). Die vom Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung geförderte Ausstellung wurde von der FIT und dem Afrikanischen Dachverband Nord e.V. konzipiert.

Ziel des Projektes ist es, den Beitrag, den Afrikaner/innen hier in Niedersachsen und Deutschland leisten, darzustellen und zu würdigen. Damit soll die Akzeptanz kultureller, sprachlicher, ethnischer sowie religiöser Vielfalt und damit auch die Integration gefördert werden.

Thematisch ist die Ausstellung in zwei Teile gegliedert. In einem historischen Teil widmen sich die Bilder und Werke dem Leben, Schicksal und Status von Afrikanern in Niedersachsen vom 18. bis ins 20. Jahrhundert. Es geht um das Bild der Schwarzen in Kunst, Wissenschaft und Film, den aufkommenden Rassismus im 19. Jahrhundert und die Kolonialzeit.

Im Gegenwartsteil ist zu sehen, auf welch vielfältige Weise Afrikaner unser Land bereichern. Dabei wird unter anderem auch beleuchtet, mit welchem Engagement sich der Bundesligaverein Hannover 96 gegen Rassismus einsetzt.

Somit zeigt die Ausstellung, dass Migration nicht erst heute ein Thema ist. Siie weist nach, dass Einwanderung nach Deutschland auch in der Vergangenheit eine wichtige Rolle spielte, aber auch Chancen für die Zukunft bietet: Ohne den Beitrag von  Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und die damit verbundenen transnationalen Beziehungen wäre unser Land ärmer.

Doris Schröder-Köpf, MdL, nahm in ihrer Funktion als Landesbeauftrage für Migration und Teilhabe des Landes Niedersachsen an der Eröffnung Anfang November teil und lobte die an dem Projekt Beteiligten für ihr Engagement. In ihrer Ansprache richtete sie den Blick der Zuhörer auf die umgekehrte Perspektive: Das Engagement des Landes Niedersachsen in Afrika.

Redaktion/ Dorothea Müller, Fachhochschule für Interkulturelle Theologie Hermannsburg (FIT)

„Like in Africa“

Mit der Verleihung des Deutschen Nachwuchsfilmpreises, des Bundes-Schülerfilm-Preises und des International Young Film Makers Awards ist am Wochenende das 13. Internationale Film Festival Hannover zu Ende gegangen.

Der „Deutsche Nachwuchsfilmpreis“ an „Like in Africa“ von Samuel Hölscher und Melanie Waelde aus Berlin. Der Film beschreibt das Leben einer Flüchtlingsfamilie aus Gambia in einem kleinen schwäbischem Dorf. „Mit viel Empathie, Respekt und wunderbarerweise auch mit Humor schildert das Filmteam das tägliche Leben, das Ankommen - und das Fremdbleiben“, so die Jury.

Mehr über das Filmfestival „up and coming“

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