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Bild: EMSZ

Alles auf einen Blick

Tagesthema 03. Mai 2015

Landeskirche zieht erfolgreiche Bilanz nach Start von intern-e.de

Im Frühjahr ist „intern-e“ als Intranet der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers an den Start gegangen.

Das Netzwerk bietet für Kirchenkreise, Gemeinden, Kirchenvorstände, Besuchsdienst, Pfarrkonvent, Jugendgruppe und sämtliche kirchliche Gemeinschaften ein Online-Kommunikationssystem mit geschützten Daten.

„Zettelwirtschaft ade! Alles auf einen Blick.“, heißt es auf der Startseite der Plattform. Mit intern-e soll das Zusammenarbeiten in Gruppen Spaß machen.

„Endlich bietet meine Kirche so etwas an.“

Wie ist die Idee für das Intranet intern-e.de entstanden?

Kay Oppermann: Vor zweieinhalb Jahren haben die IT-Beauftragten der Landeskirchen innerhalb der EKD das Hamburger Startup „Just“ als Dienstleister für ein Intranet verschiedener Landeskirchen ausgewählt. Mit „Just“ sollte der Einsatz landeskirchenweit erprobt werden. Letztlich hat die Landeskirche Hannovers durch die Zusammenarbeit des Referates 64 im Landeskirchenamt und der Internetabteilung des EMSZ die Erprobungsergebnisse zu einer Version für die Landeskirche Hannovers weiterentwickelt.

Warum ist intern-e besonders für Kirche ein effektives Intranet?/ Was unterscheidet intern-e von anderen Intranets?

Kay Oppermann: Intern-e ist in Bezug auf die Struktur und alle Funktionalitäten auf Gemeinde, Kirchenkreise und kirchliche Institutionen optimiert. Die entsprechenden Module werden auf der Grundlage der Rückmeldungen weiterentwickelt. Das Netzwerk wird bei dem kirchlichen Dienstleister COMRAMO in einer sicheren Umgebung gehostet, die Datenübertragung ist verschlüsselt. Ein solches Netzwerk überzeugt aber vor allem durch die große Zahl der anderen kirchlichen Nutzer, die im Moment rasant steigt.

Wie umgänglich ist die Plattform für den Nutzer und wo können Interessierte das System erlernen?

Kay Oppermann: Wir haben unter der Adresse lernen.intern-e.de eine Lernplattform bereitgestellt. Ab Mitte des Jahres werden wir einen landeskirchenweiten Support mit Beratung vor Ort anbieten. Bis dahin stehen wir telefonisch für Nachfragen zur Verfügung. Wer Erfahrungen mit anderen Social Media Plattformen besitzt, wird intern-e sehr schnell komplett beherrschen.

Wie werden Mitglieder von intern-e über mögliche Änderungen und Updates im System informiert?

Kay Oppermann: Das System hat einen eigenen Newsletter. Diesen können z. B. auch Kirchenkreise und Gemeinden nutzen, um ihre Nutzer und Nutzerinnen zu informieren. Die Benachrichtigungsmails sind fein justierbar. Jeder Nutzer und jede Nutzerin kann entscheiden, wie intensiv er oder sie über Änderungen in seinem Netzwerk informiert werden möchte. Das nächste große Update erfolgt im Herbst 2015 und wird das System auf eine neue Erlebnisstufe heben. Während im Moment das ein oder andere digitale Tool neben intern-e noch sinnvoll ist, bietet intern-e dann eine fast vollständige Adaption von Werkzeugen für das digitale Arbeiten.

Wie ist das bisherige Feedback aus den Kirchengemeinden und Kreise? Wie viele Nutzer hat intern-e aktuell?

Kay Oppermann: Im Moment sind 1200 Personen angemeldet. Viele Nutzer haben sich ihren Bereich umfassend eingerichtet. Andere testen oder probieren, bisherige Tools durch intern-e zu ersetzen. Die häufigste Meinung: „Das haben wir schon lange gebraucht. Endlich bietet meine Kirche so etwas an. Toll!“

Pastor Kay Oppermann ist Leiter der Internetabteilung im Evangelischen MedienServiceZentrum

Weitere Informationen, Lernschritte und News zu intern-e.de auf

Das richtige Instrument

Vor drei Jahren bereits gab es im Kirchenkreis Hittfeld eine kreative Arbeitsgruppe zum Thema „Interne digitale Kommunikation“. Angelehnt an kommunale Ratsinformationssysteme sollten Möglichkeiten für eine einfach zu bedienende und browserbasierte elektronische Plattform erkundet werden. Im Lastenheft standen: gemeinsame Kalender, individuelle Zugriffsberechtigungen, Dokumentenmanagement, Ressourcenübersicht mit Reservierungsmöglichkeit (Fahrzeuge, Beamer, Zelte etc.), Chatfunktion, mobile Zugänge, Datensicherheit, überschaubare Kosten und geringer Schulungsaufwand. Durch des Ausfall eines Kooperationspartners in der IT-Branche konnte das Projekt seinerzeit nicht realisiert werden.

Mit Intern-e verfügen wir mittlerweile über eine Lösung, die allen gestellten Anforderungen gerecht wird. Im Kirchenkreisvorstand und im Planungsausschuss des Kirchenkreises werden seit einigen Monaten Sitzungen mit intern-e terminiert, geplant und die Mitglieder mit allen erforderlichen Unterlagen ausgestattet. Entscheidend für die Akzeptanz des Systems war die Unabhängigkeit von Hardwarefestlegungen – Mac-Experten, iPad-User, Android-Fans und klassische Windows-Anhänger können gleichermaßen erfolgreich und mit geringem Einarbeitungsaufwand alle Möglichkeiten nutzen und individuell entscheiden, wie sie Daten aufbereiten und mit in die Sitzung nehmen wollen. Zudem sind die für uns kostenfreie Nutzung und der gegebene Datenschutz wichtige Argumente gewesen.

Derzeit werden bei uns längst noch nicht alle Möglichkeiten von intern-e ausgeschöpft; zahlreiche Rückmeldungen geben aber zu erkennen, dass intern-e für vielerlei Kommunikationsanforderungen von Gemeinden, Arbeitsgruppen und Einrichtungen das richtige Instrument sein könnte. Flexibilität, Zuverlässigkeit und schneller Support sind Pluspunkte für das landeskirchenweite System. Letztlich wird der Erfolg von digitalen Tools allerdings nicht zuletzt auch vom Spaßfaktor bestimmt sein. Er sollte sich nicht in facebook-ähnlicher Banalität erweisen, aber doch zur täglichen Nutzung von intern-e motivieren. Und da sind wir ganz zuversichtlich, auf dem richtigen Wege zu sein.

Dirk Jäger, Superintendent im Kirchenkreis Hittfeld