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Bild: Kirche didacta

didacta 2015

Tagesthema 24. Februar 2015

Evangelische und Katholische Kirchen gemeinsam auf der weltweit größten Bildungsmesse in Hannover

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Der Messestand auf der Bildungsmesse. Bild: Kirche didacta

Mehrere Zehntausend Besucher werden bis zum 28. Februar in Hannover zur weltweit größten Bildungsmesse „didacta“ erwartet. Rund 750 Aussteller aus 35 Ländern wollen die neuesten Trends im Bildungswesen präsentieren.

Darunter sind Verlage, Versicherer, Ministerien, Verbände und auch Möbelproduzenten. Die Messe wird jährlich abwechselnd in Hannover, Köln und Stuttgart ausgerichtet.

Das Spektrum in fünf Hallen reicht vom Kindergarten über die Schule bis zur Universität. Zu den zentralen Themen zählt in diesem Jahr die Inklusion, bei der behinderte und nicht behinderte Schülerinnen und Schüler gemeinsam unterrichtet werden. Die Messe will dabei die Erfahrung von Therapeuten, Ärzten, Herstellern und dem Fachhandel bündeln, um Eltern, Lehrer und Erzieher über didaktische Lösungen zu informieren.

Der Stand „Kirche auf der Bildungsmesse“ in Halle 16, Stand 52 wird in ökumenischer Partnerschaft von den katholischen (Erz)Bistümern in Norddeutschland, der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen sowie der Evangelischen Kirche in Deutschland getragen.

Gemeinsam suchen die Kirchen den öffentlichen Dialog über den Beitrag christlicher Bildung für die Vermittlung von Werten in Schule und Gesellschaft. 25 Veranstaltungen mit namhaften Referenten am gemeinsamen Kirchenstand wollen mit Blick auf die Herausforderungen unserer Zeit das Zusammenspiel kirchlicher und staatlicher Bildungsträger diskutieren.

Themen sind beispielsweise „Fundamentalismus - Präzisierungen zu einem modernen (inter)religiösen Phänomen“, „(Un-)Heilige Schrift?! - zum Umgang mit der Gewalt in der Bibel“ und „Inklusion an kirchlichen Schulen“. Ein weiteres wichtiges Thema ist das Lernen mit digitalen Medien, etwa mit Tablets für Schulklassen und mit interaktiven White-Boards statt klassischer Schiefertafeln.

Erfahrene Beraterinnen und Berater stehen am Stand für fachspezifische und schulische Fragen zur Verfügung. Ein Kirchencafé lädt zu Gesprächen ein. Am Stand werden Materialien und Informationen der Kooperationspartner präsentiert.

epd/Redaktion

Mehr Zeit zum Lernen

Die niedersächsische Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) will mit der Abschaffung des Turbo-Abiturs nach zwölf Jahren den Schülern wieder „mehr Zeit zum Lernen und Leben“ verschaffen. Durch das zusätzliche Jahr verbleibe den Schülern ab dem kommenden Schuljahr mehr Zeit, um ihre Kompetenzen in den Fächern Deutsch, Mathematik und Fremdsprachen zu stärken. Zudem könnten die Schüler individueller gefördert werden.

Künftig solle die Berufsorientierung an den Schulen eine größere Rolle spielen, um Studienabbrüche zu vermeiden. Grundsätzlich solle die Unterrichtszeit in der Sekundarstufe I auf 30 Stunden begrenzt werden, kündigte die Ministerin an. Dies werde zu deutlich weniger Stress im Schulalltag führen.

Auf dem gesamten Weg zum Abitur könnten in den Fächern Deutsch, den beiden verpflichtenden Fremdsprachen, in Mathematik, Religion und Sport je zwei Stunden mehr unterrichtet werden, sagte die Ministerin. Im Fach Politik/Wirtschaft sollen drei Wochenstunden hinzukommen. Dort werde auch die Berufsorientierung verankert.

Am Donnerstag, den 26. Februar, wird Frauke Heiligenstadt zu Gast auf der Bildungsmesse sein. Ab 15 Uhr diskutiert sie im Convention Center mit dem Bundesvorsitzenden der Gewerkschaft ver.di, Frank Bsirske, über frühkindliche Bildung.

epd

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