Landesbischof Meister zum Tod von Königin Elisabeth II.

Pressemitteilung 09. September 2022
Königin Elisabeth II. (Archivbild von 2010). Bild: epd-bild / KEYSTONE / Topham

Landesbischof Ralf Meister hat den Erzbischöfen von Canterbury und York im Namen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zum Tod von Königin Elisabeth II. kondoliert. Meister ist Co-Vorsitzender der Meissen-Kommission der  EKD und der Church of England.

Landesbischof Meister sagt zum Tod von Königin Elisabeth II.:
„Königin Elisabeth II. war über 70 Jahre das Staatsoberhaupt Großbritanniens und des Commonwealth. Bis 2022 stand sie als “Defender of the Faith and Supreme Governor” an der Spitze der Anglikanischen Kirche. Auch wenn diese Aufgabe zumeist zeremonielle Bedeutung hatte, wurde Königin Elisabeth II. mit ihrem beeindruckenden Lebensweg und ihrer inneren Glaubensüberzeugung innerhalb der Kirche von England hoch angesehen. Ihre öffentliche Stimme wurde national wie international gehört.

Auch in Deutschland ruft ihr Tod eine große Anteilnahme hervor, wie wir sie nur ganz selten erleben. Elisabeth II. hat sich immer wieder für die Versöhnung zwischen Deutschland und Großbritannien eingesetzt. Über sieben Jahrzehnte hat sie dazu beigetragen, dauerhaft tragfähige Verbindungen zwischen Menschen, Ländern und auch Kirchen zu knüpfen. Und bis ins hohe Alter arbeitete sie mit großer Ruhe und innerer Überzeugung daran, Menschen – auch in radikalen Veränderungsprozessen oder Bedrohungen - zu bestärken und ihnen Hoffnung zu geben. So haben auch viele Menschen in Deutschland ihre Ansprache während der Corona-Pandemie als Ermutigung empfunden.

Unsere Gedanken und Gebete verbinden uns in dieser Zeit der Trauer, der Dankbarkeit und des Abschiednehmens mit der Königlichen Familie und unseren anglikanischen Geschwistern.“