Umgang mit dem Corona-Virus im kirchlichen Leben

Nachricht 17. Juli 2020

Handlungsempfehlungen der Landeskirche Hannovers

Grundsätzlich gelten für alle Kirchengemeinden, Kirchenkreise und Einrichtungen die Vorgaben und die Empfehlungen der staatlichen und kommunalen Behörden.

Konkrete Entscheidungen treffen Pfarramt und Kirchenvorstand, Kirchenkreisvorstand und die Leitungen der Einrichtungen.

Seit dem 10. Juli 2020 ist die neue Verordnung zur Neuordnung der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus gültig. Die Verordnung beinhaltet weitere Öffnungen des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens unter Berücksichtigung von Abstands- und Hygieneregeln. 

Für einzelne Bereiche des gemeindlichen Alltags gibt es durch die Verordnung des Landes weiterhin besondere Regelungen. Hierzu gehören zum aktuellen Zeitpunkt:

  • Gottesdienste
  • Beerdigungen, Trauungen, Taufen, Konfirmationen
  • Konfirmandenarbeit und Bildungsarbeit
  • Kinder- und Jugendarbeit
  • Freizeiten und Reisen
  • Sänger- und Bläserproben

Die hierauf bezogenen Vorgaben und Handlungsempfehlungen der Landeskirche (siehe unten) sind weiterhin zu beachten. Insbesondere verweisen wir auf die Hinweise zu Dienstrecht und Arbeit der Leitungsgremien am Ende dieser Seite.

Für alle weiteren Bereiche der Arbeit in den Kirchengemeinden gelten ab sofort folgende Grundsätze, innerhalb derer die Entscheidung über die Durchführung von Veranstaltungen und Angeboten eigenverantwortlich von Kirchenvorstand und Pfarramt getroffen werden können und sollen:

  • Es liegt ein vom Kirchenvorstand beschlossenes Hygienekonzept für die Gemeinderäume vor
  • Das Hygienekonzept wird in allen Gruppen und Kreisen bekannt gemacht und angewendet
  • Das Hygienekonzept wird auf besondere Veranstaltungsformen angepasst und angewandt
  • Für gastronomische Angebote und Veranstaltungen unter freiem Himmel sieht die Verordnung des Landes besondere Regelungen vor, diese sind zu beachten (aktuell § 6 der geltenden Verordnung).
  • In Zweifelsfällen wird das örtliche Gesundheitsamt als zuständige Genehmigungsbehörde einbezogen
  • Wir empfehlen die Dokumentation der Teilnehmenden bei Veranstaltungen in kirchlichen Räumen mit Name, Anschrift und Telefon für die Nachverfolgung von Infektionsketten
  • Bei Vermietung oder Überlassung des Gemeindehauses oder einzelner Räume an externe Nutzer*innen ist eine schriftliche Vereinbarung über das geltende Hygienekonzept abzuschließen. Die Nutzer*innen übernehmen für die Nutzungszeit die Verantwortung für die Einhaltung der Regelungen und dokumentieren, wer an einer Veranstaltung teilgenommen hat.

Aktualisierungen

Dienstrechtliche Fragen und Leitungsgremien

Grundsätzlich empfehlen wir allen hauptamtlich und ehrenamtlich Mitarbeitenden einen Verzicht auf Dienstreisen. Bei hauptamtlich Mitarbeitenden sind Ausnahmen von der Vorgesetzten oder dem Vorgesetzten zu genehmigen. Ausgenommen davon bleiben seelsorgliche Besuche, die in eigener Verantwortung wahrgenommen werden.

Gewählte Gremien von Körperschaften des öffentlichen Rechts können Sitzungen durchführen, wenn die bekannten Abstands- und Hygienevorgaben erfüllt werden. Das bedeutet, dass wieder Kirchenvorstands- und Kirchenkreisvorstandsitzungen sowie Kirchenkreissynoden stattfinden können. Wir empfehlen allerdings weiterhin, diese Zusammenkünfte auf das Notwendigste zu beschränken.

Die rechtlichen Voraussetzungen für Gremiensitzungen mit Video- oder Telefonkonferenzen sind auch weiterhin gültig, d.h. Beschlüsse können auch weiterhin in diesem Rahmen oder im Umlaufverfahren gefasst werden (siehe auch "KV-Sitzungen ohne persönliche Anwesenheit möglich").

Tipp: Die Landeskirche bietet unter der Adresse https://www.konferenz-e.de ein System zur Durchführung von datengeschützten Videokonferenzen an.  Anleitung: https://hilfe.konferenz-e.de