Dirk Kähler ist der neue religionspädagogische Mitarbeiter in der St. Jakobus-Gemeinde

Nachricht 06. November 2019

„Alles im Leben kann auch anders werden!“

Winsen. Er bringt noch keine Ausbildung zum Diakon mit, dafür aber reichlich Lebenserfahrung: Dirk Kähler trat zum 1. November die Nachfolge von Hermann Tipke in der Winsener St. Jakobus-Gemeinde an als religionspädagogischer Mitarbeiter. Der 52-Jährige blickt auf eine bewegte Berufs-Biografie zurück und will jetzt ein weiteres Mal eine Veränderung wagen. „Ich möchte wach bleiben und immer wieder etwas Neues ausprobieren“ sagt Dirk Kähler.

Fast die Hälfte seines Lebens hat er als Journalist bei der kleinsten deutschen, täglich erscheinenden, Zeitung auf Norderney verbracht. Dort ist er auch immer noch Teilhaber eines von ihm gegründeten Verlages. Geboren ist Kähler in Hamburg, wo er schon als Jugendlicher in der Rahlstedter Kirchengemeinde im Kindergottesdienst mitarbeitete. Dort lernte er einen Diakon kennen, der den Jugendlichen Möglichkeiten gab, sich zu treffen.

Dieses Modell möchte Kähler auch gern in St. Jakobus umsetzen. „Räume eröffnen, ein kreatives Angebot machen, etwas zu Essen anbieten und zuhören, das finde ich nach wie vor wichtig“ erläutert er seine ersten Pläne. „Feste Zeiten, feste Orte – weil die Gesellschaft immer unverbindlicher wird“.

Auch auf Norderney hat er in der Kirchengemeinde mitgearbeitet, war Kirchenvorsteher und hat die Männergruppe „heads and shoulders“ gegründet. Kähler ist ein Zuhörer. Dies brachte ihm, wenn er denn mal in der Kneipe war, den Titel „Barmissionar“ ein.

Im vergangenen Jahr ist er mit seiner Frau nach Hamburg gezogen. Dort vertrat er in der Kirchengemeinde Kirchwerder die in Elternzeit befindliche Diakonin für die Jugendarbeit. Dies machte ihm soviel Freude, dass er sich entschloss, eine Ausbildung zum Gemeindepädagogen zu absolvieren, um noch mehr Handwerkszeug zur Verfügung zu haben.

Und er wendet sich auch gern Bedürftigen zu. „Ich möchte gern etwas zurückgeben, weil es mir wirklich gut geht“, so der 52-Jährige.

Darum arbeitet er derzeit ehrenamtlich im „Jesus Center“ mit, einem Stadtteilcafé im Hamburger Schanzenviertel. „Dort steht nicht die Wortverkündigung, sondern die konkrete Hilfe, etwa für Obdachlose auf dem Programm“ erzählt Kähler begeistert. Aber wenn ihn dann einer der Besucher frage: „Sach ma‘ Dirk, wenn ich sterbe, komm‘ ich dann auch in den Himmel?“ dann sei Klartext gefragt.

Position beziehen, das ist ihm wichtig. Wenn ihn Menschen nach seinem Glauben fragen, dann antwortet er ohne Umschweife. Dies würden die Menschen heute von der Kirche erwarten, so Dirk Kählers Überzeugung. Aber sie wollten auch nicht irgendwelche Worthülsen hören. „Die müssen wir dann mit Inhalt füllen“, sonst gehen sie enttäuscht weg.

Es wird nicht einfacher in der Kirche, so Kählers Zukunftsprognose. Darum brauche es Pioniere, Brückenbauer zwischen der Kirche und der Gesellschaft. „Gott ist schon da“ - dies ist eine weitere Überzeugung des neuen Mitarbeiters. Und er möchte sich dafür einsetzen, dass die Kluft, die Menschen zwischen ihrem Alltag und der Kirche wahrnehmen, wieder kleiner wird. Die Quintessenz der Bibel übersetzt der 52-Jährige schließlich so: „Es kann alles anders werden in deinem Leben“. Dirk Kähler wird am Sonntag, 8. Dezember um 18 Uhr in einem Jugendgottesdienst in seinen Dienst eingeführt, die Gemeinde ist herzlich eingeladen. Zu erreichen ist der neue Mitarbeiter unter Telefon 0170-541 36 28.

Öffentlichkeitsarbeit im Kirchenkreis Winsen