Swasiland: Menschenrechte in Gefahr

Nachricht 12. Mai 2017

Hannover. Pastor Zwanini Shabalala aus Swasiland ist besorgt um sein Land. Warum, davon berichtet er am 22. Mai um 19 Uhr auf Einladung des Ev.-luth. Missionswerks in Niedersachsen (ELM) im Hanns-Lilje-Haus in Hannover (Knochenhauerstraße 33). Im Zentrum seines Vortrages wird es dabei um die Frage gehen, welche Bedeutung Reformation für Kirche und Gesellschaft im Königreich Swasiland hat.

Fernab der Weltöffentlichkeit hat sich Swasiland in den letzten Jahrzehnten in einen zunehmend autoritär regierten und illiberalen Staat verwandelt. Oppositionsparteien sind nicht zugelassen, Redefreiheit und Versammlungsrechte werden beschnitten und der König steht über dem Gesetz. Human Rights Watch und Amnesty International beklagen eine desolate Menschenrechtssituation in dem Land im südlichen Afrika.

Als „Besorgte Kirchenführer Swasilands“ haben sich Kirchen und Gemeinden unterschiedlicher Konfessionen 2015 zur Krise des Landes zu Wort gemeldet und eine schonungslose Analyse der aktuellen Lage veröffentlicht. Sie suchen den Dialog mit den Verantwortlichen des Landes und setzen sich für einen friedlichen Übergang von der absoluten königlichen Herrschaft zu echter Demokratie und Pluralismus ein.

Zwanini Shabalala ist Mitglied im Netzwerk der besorgten Kirchenführer. Auf Einladung des Deutschen Evangelischen Kirchentages ist er darum zu Besuch in Deutschland und wird im Zentrum „Reformation und Transformation“ über die lutherische Kirche in Swasiland sprechen. Bereits vor zwei Jahren war Shabalala zu Gast in Hannover, um über das Land und das Engagement der Kirchen zu berichten. Was hat sich seitdem getan und welche Rolle spielt die internationale Gemeinschaft? Auch um diese Fragen wird es an diesem Abend in Vortrag und Gespräch in lockerer Runde gehen.

Öffentlichkeitsarbeit ELM

Vortragsreihe: Frieheit und Verantwortung für die eine Welt

In diesem Jahr wird weltweit das 500-jährige Jubiläum der Reformation gefeiert. Die kulturellen und geschichtlichen Auswirkungen der Reformation beschränken sich dabei keineswegs auf Europa, sondern reichen in wechselseitiger Beeinflussung bis ans Horn von Afrika und weit darüber hinaus.

Das ELM möchte mit seiner Vortragsreihe den Blick öffnen für die globale Dimension der Reformation für Kirche und Gesellschaft. In der Vortragsreihe berichten Gäste aus dem globalen Süden über konkrete gesellschaftspolitische Fragestellungen und Herausforderungen in ihrem Land. Obwohl diese Themen für viele Millionen Menschen von existenzieller Bedeutung sind, finden sie hierzulande nur wenig Beachtung.

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