VW-Azubis nehmen an Friedensgebet mit Papst Franziskus in Auschwitz teil

Nachricht 27. Juli 2016

Wolfsburg (epd). Vier Auszubildende des Volkswagen-Konzerns werden am Freitag Überlebende des Konzentrationslagers Auschwitz zu einem Friedensgebet mit Papst Franziskus nach Polen begleiten. Mit dem überkonfessionellen Gebet in der KZ-Gedenkstätte Auschwitz sollen insbesondere Jugendliche aus aller Welt zu Toleranz und Respekt, Gerechtigkeit und Frieden aufgerufen werden, teilte der Konzern am Dienstag in Wolfsburg mit. Anlässlich des derzeitigen Weltjugendtags im rund 70 Kilometer von Auschwitz (Oswiecim) entfernten Krakau werden bis zum Sonntag Hunderttausende Besucher aus aller Welt erwartet. Die Gedenkstätte ist während dieser Woche nur für die Teilnehmer des Jugendtages geöffnet.

Die Azubis aus Wolfsburg, Salzgitter und Hannover engagierten sich in der gemeinsamen Gedenkstättenarbeit des Internationalen Auschwitz Komitees (IAK) und des Autobauers, hieß es. Im Frühjahr hätten sie mit weiteren Auszubildenden und polnischen Kollegen geholfen, die Erinnerungsstätte in Auschwitz für jugendliche Gäste aus aller Welt vorzubereiten. IAK-Vizepräsident Christoph Heubner sagte: "Wir wollen nicht, dass dieser Ort in Stille fällt."

In der gemeinsamen Gedenkstättenarbeit haben sich den Angaben zufolge in den vergangenen 28 Jahren rund 2.700 polnische und deutsche Jugendliche, Berufsschüler und Auszubildende beteiligt. Sie trügen dazu bei, die Gedenkstätte zu erhalten. Zum weiteren Programm gehören Treffen mit Zeitzeugen und Überlebenden des Holocaust und des NS-Vernichtungslagers Auschwitz.

Das Internationale Auschwitz Komitee wurde 1952 von Überlebenden gegründet, um Auschwitz nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Es vereint Organisationen, Stiftungen und Holocaust-Überlebende aus 19 Ländern. In dem KZ sowie im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau wurden mehr als eine Million Menschen von den Nationalsozialisten ermordet. Am 27. Januar 1945 wurden wenige Überlebende von der Roten Armee befreit.

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