Bündnisse wollen gegen "Freundeskreis" in Bad Lauterberg demonstrieren

Nachricht 29. Februar 2016

Bad Lauterberg (epd). Mehrere Bürger-Bündnisse wollen am Sonnabend gegen einen neuerlichen Aufmarsch des als rechtsextrem geltenden "Freundeskreises Thüringen/Niedersachsen" in Bad Lauterberg demonstrieren. Unter dem "Deckmantel eines bürgerlichen Protestes" hetze der Freundeskreis seit Wochen in Südniedersachsen gegen Geflüchtete, erklärte das Göttinger "Bündnis gegen Rechts" am Dienstag. Auch das Osteroder Bündnis "Bunt statt Braun" und das Bündnis "Duderstadt bleibt bunt" wollen sich an der Demonstration gegen Rechtsextremismus in Bad Lauterberg beteiligen.

Der Freundeskreis hatte für Sonnabend zunächst eine "Großdemonstration" in der Harzstadt angekündigt. Inzwischen schreibt die Gruppe auf ihrer Facebook-Seite aber nur noch von einer "Kundgebung" oder einer "Mahnwache". Die Polizei in Bad Lauterberg rechnet nach Angaben eines Sprechers mit rund 60 Teilnehmern bei der Veranstaltung des Freundeskreises.

Zu "Mahnwachen" oder sogenannten "Freiheitlichen Bürgertreffs" des Freundeskreises in Duderstadt, Northeim und Lindau waren in den vergangenen Wochen teilweise bis zu 100 Anhänger gekommen. Nachdem sich in diesen Orten Protestbewegungen gegen Rechts formierten, hatte der Freundeskreis dort auf regelmäßige Mahnwachen verzichtet. Er kündigte stattdessen an, eine "Phase 2" des Protestes gegen die deutsche Flüchtlingspolitik zu starten. Ein erster Höhepunkt solle die Kundgebung in Bad Lauterberg sein.

Die regionale Beratungsstelle zur Prävention gegen den Rechtsextremismus in Northeim hat für den 14. März zu einer Fachkonferenz über den Freundeskreis eingeladen. "Wir wollen über politische Hintergründe und Aktionsfelder aufklären", sagte Geschäftsführerin Silke Doepner.

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