Nabu: Kirchtürme bieten Unterschlupf für bedrohte Arten

Nachricht 31. März 2015

Berlin/Hannover (epd). Bundesweit bieten mehr als 800 Kirchtürme Unterschlupf für bedrohte Vögel und Fledermäuse. Die Bauwerke seien deshalb vom Naturschutzbund (Nabu) ausgezeichnet worden, teilte die Organisation am Mittwoch in Berlin mit. Mit 115 artgerechten Kirchtürmen belegt Niedersachsen unter den Bundesländern den dritten Platz. Spitzenreiter bei der "Wohnraumbeschaffung" für die Tiere ist Baden-Württemberg mit mehr als 193 ausgezeichneten Kirchen, gefolgt von Thüringen mit 116.

Wie wichtig das Engagement der Kirchgemeinden sei, zeige das Beispiel des Turmfalken, hieß es. In alten Gebäuden, Kirchtürmen oder hohen Bäumen finde er passende Unterkünfte. Doch seine angestammten Brutplätze gingen immer häufiger verloren, vor allem durch die Sanierung von Kirchen oder den Abriss alter Industrieanlagen. Wo Lebensräume fehlten, könnten deshalb Nistkästen in Kirchtürmen Abhilfe schaffen.

Diese Nistkästen gäben Turmfalken, aber auch Schleiereulen, Dohlen oder Fledermäusen dauerhaft ein neues Zuhause, hieß es weiter. Bei der Frage, wie Kirchen ihre Türme vogelfreundlich gestalten können, unterstütze der Nabu die Gemeinden vor Ort.

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