Bild: canva.com

Genauer hinschauen!

Tagesthema 24. März 2019

Andacht zum Sonntag Okuli

Bild: canva.com

Eine Avocado. Unter der dünnen Schale wartet weiches Fruchtfleisch und ein harter Kern. Meistens gehe ich im Supermarkt daran vorbei. Doch ab und zu mag ich sie auch ganz gerne. Als leckere Avocado-Creme oder würzige Guacamole. Die Frucht ist derzeit sehr beliebt. Sie ist im wörtlichen Sinn in aller Munde. Die Nachfrage ist immens.

Ich selber versuche genauer hinzusehen, gerade in der Passionszeit. Nicht nur darauf, was ich brauche. Für mich und mein Leben. Sondern darauf was ich verändern kann, wenn ich meine Umwelt bewusst im Blick habe.

Jesus sagt zu seinen Jüngern: „Seid wachsam; denn ihr wisst nicht, an welchem Tag euer Herr kommt“ (Mt 24,42) Er ruft sie auf, genauer hinzusehen. Auf ihre Mitmenschen zu achten. Um zu sehen, ob etwas schief läuft. Ob es Zeit ist, etwas zu verändern.

Avocados sind sehr gesund – gar keine Frage. Reichhaltige Fettsäuren und Vitamine. Doch wenn eine Frucht so sehr beworben wird, dann ist auch die Nachfrage immens. Und die Folgen sind oft nicht abzusehen. Avocados brauchen viel Wasser. In Chile sind durch ihren Anbau ganze Flüsse ausgetrocknet. In Mexiko werden durch die Mafia illegal Regenwälder abgeholzt. Und das nur, weil die Früchte so beliebt sind.

Wachsam sein heißt für mich, nicht nur darauf zu schauen, was ich brauche. Sondern auch meinen Nächsten in den Blick zu nehmen. Ich will wachsam darauf schauen, wie ich im Großen und im Kleinen etwas an der Welt verändern kann. Mit einem Blick, der mehr sieht als das eigene Leben. Für mich ist die Avocado ab jetzt die eigentliche Passionsfrucht.

Die Liebe Gottes verändert unser Leben. Durch dieses Geschenk können wir die Welt verändern. Für all das, was Sie verändern wollen, wünsche ich Ihnen Gottes Segen.

Sören Engler

Der Bibeltext

bibel_blumen
Bild: Wiebke Ostermeier/lichtemomente.net

Jesus sagt zu seinen Jüngern: „Seid wachsam; denn ihr wisst nicht, an welchem Tag euer Herr kommt.“ 

Matthäus 24,42

Der Autor

Vikar Sören Engler. Bild: Landeskirche Hannovers