Die Arbeit der Zukunft

Tagesthema 29. April 2015

Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt (KDA) aktiv am Tag der Arbeit

Ein Küster zündet eine Altarkerze in der Kirche an. Bild: Jens Schulze
Bild: Jens Schulze

Mit Gottesdiensten, einer Rede bei der Mai-Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) und zwei Interviews im NDR beteiligt sich der Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt (KDA) der Hannoverschen Landeskirche aktiv am Tag der Arbeit. Dabei gehen die Arbeitswelt-Experten aus dem Haus kirchlicher Dienste auf das diesjährige bundesweite DGB-Motto zum Tag der Arbeit „Die Arbeit der Zukunft – gestalten wir!“ ein und setzen dabei jeweils einen kirchlich-theologischen Akzent.

Zum Auftakt des Feiertages sind zwei Referenten am 1. Mai im NDR-Radio zu hören: Das Interview mit Landessozialpfarrer Michael Klatt wird um 9.15 Uhr auf NDR 2 gesendet, das Gespräch mit dem neuen Handwerkspastor der evangelischen Landeskirche Claus Dreier zur selben Zeit auf NDR 1.

Der erste Gottesdienst zum Maifeiertag wird um 9.30 Uhr vor dem DGB-Gebäude in Emden gefeiert. Die Predigt hält der neue Osnabrücker KDA-Pastor Dr. Matthias Jung. Orts-Pastor Michael Schaper sorgt für die musikalische Begleitung und übernimmt mit Michael Hehemann von der Industriegewerkschaft Metall aus Emden die liturgische Gestaltung. Im Anschluss ist der Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt auf dem Familienfest des DGB mit einem Stand präsent.

„Gute Arbeit. Soziales Europa” ist das Thema einer ökumenischen Andacht zum Tag der Arbeit um 10 Uhr auf dem Hildesheimer Marktplatz. Zu diesem Motto macht sich Regina Stolte vom DGB Gedanken, Arbeitnehmerinnen lesen Gebete, der katholische Diakon Norbert Koch übernimmt die Liturgie und der evangelische Pastor der Martin-Luther-Kirche Hans Christoph Hermes hält die Predigt. Musikalisch wird die Andacht begleitet von der Saxophonistin Elisabeth Flämig.

KDA-Pastor Stephan Eimterbäumer ist am 1. Mai ab 11 Uhr bei der offiziellen DGB-Kundgebung in Northeim auf dem Mühlenanger der Hauptredner. Er wird auf das diesjährige bundesweite DGB-Motto zum Tag der Arbeit „Die Arbeit der Zukunft – gestalten wir!“ eingehen. Es wird unter anderem um die Frage der künftigen Arbeitswelten bei weiterer Digitalisierung und Automatisierung von Fabriken und Büros gehen. Auch auf den Sonntagsschutz, für den sich Kirchen und Gewerkschaften gemeinsam einsetzen, wird der Theologe eingehen.

Gunnar Schulz-Achelis

Der Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt (KDA) ist eine Arbeitsgemeinschaft von landeskirchlichen Einrichtungen in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) auf Bundesebene.

„Die Zukunft der Arbeit ist ...BUNT“

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Bild: Evangelische Zeitung

„Die Zukunft der Arbeit ist ...BUNT“ steht in diesem Jahr als Motto für die kirchliche Präsenz auf dem Fest für Demokratie am 1. Mai am Neuen Rathaus in Hannover. Bereits zum siebten Male wird das Ökumenische Kirchenzelt als Café „Farbenfroh und vielfältig“ am 1. Mai mit Informationen, Spielangeboten und Gesprächen einladen. Zum Talk an der Weltkugel mit dem Themenschwerpunkt „Integration“ werden auch in diesem Jahr wieder prominente Gäste erwartet, darunter Oberbürgermeister Stefan Schostok, Stadtsuperintendent Hans-Martin Heinemann und Propst Martin Tenge. Das Fest wird von 12 bis 18 Uhr im Anschluss an die Hauptkundgebung auf dem Trammplatz vor dem Rathaus gefeiert.

„Ihr könnt nicht Gott und dem Geld dienen!“

Die Kanzel in der Wittenberger Schlosskirche
Gerade für die evangelische Kirche haben Gottes Wort in der Bibel und die Auslegung in der Predigt größte Bedeutung. Bild: JM / pixelio.de

Drei Gottesdienste in Göttingen, Osnabrück und Hannover am Sonntag, 3. Mai beleuchten Fragen der Arbeitswelt: So erzählen im 10-Uhr-Gottesdienst in der Göttinger Johanniskirche zwei Arbeitnehmerinnen von ihrer Vision einer zukünftigen Arbeitswelt und DGB-Gewerkschaftssekretärin Agnieszka Zimkowska wirkt ebenfalls mit. Es predigt KDA-Pastor Eimterbäumer und der Göttinger Superintendent Friedrich Selter übernimmt mit weiteren Mitwirkenden die Liturgie. Die Verantwortlichen haben mit einem Plakat dazu eingeladen, auf dem ein Arbeiternehmer entspannt am Strand an seinem Laptop arbeitet. „Es ist für uns eine offene Frage, ob so eine Vermischung von Arbeit und Freizeit Fluch oder Segen ist. Das wird individuell verschieden sein“, sagt Eimterbäumer. Für die Musik im Gottesdienst sorgt Kirchenkreiskantor Bernd Eberhardt.

„Ihr könnt nicht Gott und dem Geld dienen!“ ist das Motto des 10-Uhr-Gottesdienstes am selben Tag in der Martinskirche in Osnabrück-Hellern, Schulstraße 48. Auch in der Predigt von KDA-Pastor Jung geht es um dieses harte Jesus-Wort aus der Bergpredigt und um mögliche Leitlinien für einen guten Umgang mit Geld heute. Im Rahmen eines fiktiven Interviews mit dem Reformator Martin Luther werden Zitate von ihm zum Umgang mit Geld, Schulden und Wirtschaft auf dem Hintergrund heutiger Fragestellungen vorgetragen.

Der Frage, was „gute Arbeit“ ist, geht man im Gottesdienst am selben Tag zum Abschluss um 18 Uhr in der Apostelkirche in der Celler Straße in Hannover nach. Arbeitnehmer und Arbeitsnehmerinnen formulieren ihre Wünsche an „gute Arbeit“ und KDA-Referentin Waltraud Kämper predigt über: Die Zukunft der Arbeit gestalten - Gott sprach „siehe, es ist sehr gut“. Es singt der Gospelchor „Our Voices“ unter Leitung von Carlos Garcia.

Gunnar Schulz-Achelis