Mentoringprogramm für qualifizierte Migrantinnen zieht positive Bilanz

Pressemitteilung 01. Dezember 2010

Abschlussveranstaltung am 13. Dezember mit Ministerin Aygül Özkan

+++ Pressemitteilung des Hauses kirchlicher Dienste der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers +++

Am 13. Dezember 2010 findet von 17.30 - 20.30 Uhr im Hanns-Lilje-Haus, (Knochenhauerstr. 33, 30159 Hannover) die öffentliche Abschlussveranstaltung des Mentoring-Programms "Minerva" statt. Die niedersächsische Ministerin für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration, Aygül Özkan, eröffnet die Veranstaltung. Neben Fachvorträgen stehen Erfahrungsberichte der beteiligten Mentees und Mentorinnen auf dem Programm.

Das im Februar gestartete Mentoringprogramm "Minerva" des Kirchlichen Dienstes in der Arbeitswelt (KDA), das von der Region Hannover finanziell gefördert wird, hilft beim beruflichen Einstieg, Umstieg oder Aufstieg qualifizierter Migrantinnen. Jeweils eine berufserfahrene ehrenamtliche Mentorin hat in den zurückliegenden Monaten eine Migrantin individuell beraten und auf ihren Weg in den Beruf begleitet.

Marcella Heine, ehrenamtliche Mitarbeiterin des Programms, fasst die Lage der Migrantinnen zusammen: "Die aktuelle Diskussion um den massiven Fachkräftemangel und um eine gezielte Neuzuwanderung vernachlässigt immer noch zu oft die Tatsache, dass in Deutschland Hunderttausende bereits über herausragende Qualifikationen verfügen, die nicht genutzt werden. Probleme bei der Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse, fehlende Kontakte, aber auch konkrete Benachteiligungen auf dem Arbeitsmarkt erschweren qualifizierten Zugewanderten den Weg in den Beruf."

Durch das Mentoring wurden Berufsziele und -möglichkeiten geklärt, Bewerbungen optimiert und konkrete Schritte zur beruflichen Eingliederung verfolgt. In begleitenden Veranstaltungen und Workshops setzten sich die Teilnehmerinnen mit ihren Stärken und Schwächen auseinander, erfuhren Aktuelles über die Chancen auf dem Arbeitsmarkt und interviewten erfolgreiche Hannoveranerinnen mit eigener Migrationsgeschichte.

Schon jetzt zieht der KDA eine positive Bilanz: einige der beteiligten Migrantinnen haben eine Beschäftigung gefunden, andere qualifizieren sich weiter oder suchen noch einen neuen beruflichen Einstieg. Die Teilnehmerinnen berichten, dass sie aus dem Mentoringprogramm neuen Mut und neue Motivation geschöpft haben und dass sie durch "Minerva" ihre Kompetenzen und beruflichen Netzwerke erweitern konnten. Eine detaillierte Auswertung des Projektes wird im Januar erscheinen.

Weitere Informationen:
Waltraud Kämper
Haus kirchlicher Dienste der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers
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