Pressemitteilung zum Rücktritt von Bischöfin Jepsen

Pressemitteilung 16. Juli 2010

Die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers bedauert den Rücktritt von Bischöfin Maria Jepsen

Wir bedauern, dass mit Maria Jepsen eine wegweisende Frau des deutschen Protestantismus nach achtzehn Jahren im Bischofsamt im Sprengel Hamburg und Lübeck der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche zurücktritt.
Mit großem Respekt sehen wir ihre Entscheidung, mit der sie Schaden von der evangelischen Kirche abwenden möchte.

Die Wahl von Maria Jepsen 1992 zur ersten Bischöfin einer lutherischen Kirche war ein Signal des Aufbruchs.
Maria Jepsen hat in ihrem Engagement und Eintreten für Randgruppen ein deutliches Zeichen gesetzt für den christlichen Glauben und eine Kirche, die sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst ist. Sie hat vielen Frauen Mut gemacht, sich in der Kirche zu engagieren.

Dankbar blicken wir auf die langjährige gute Nachbarschaft in unseren norddeutschen Kirchen. Dies bezieht sich insbesondere auf die gute Zusammenarbeit der zeitweise drei Bischöfinnen in Norddeutschland, Dr. Margot Käßmann (Hannover), Bärbel Wartenberg-Potter (Lübeck) und Maria Jepsen.


gez. Hans-Hermann Jantzen (Bischofsvikar und Landessuperintendent im Sprengel Lüneburg)
gez. Arend de Vries (Geistlicher Vizepräsident des Landeskirchenamtes)


Hannover, Pressestelle der Landeskirche
16.07.2010