Erklärung zur geplanten IGS in kirchlicher Trägerschaft in Ostfriesland

Pressemitteilung 19. März 2010

Im Blick auf die Pressemeldungen zu einer geplanten Integrierte Gesamtschule in kirchlicher Trägerschaft in Ostfriesland am 19. März 2010 erklärt Oberlandeskirchenrätin Dr. Kerstin Gäfgen-Track, Dezernentin für Schule, Erziehung und Bildung:

"Nachdem die Landeskirche von kommunalen Vertretern gefragt wurde, ob sie für eine Integrierte Gesamtschule in Krummhörn/Hinte die Trägerschaft übernehmen kann, haben wir seinerzeit die nötigen Gespräche mit allen Beteiligten aufgenommen. Leider entnehme ich den Pressemeldungen des heutigen Tages, dass ein Konsens für eine evangelische IGS gegenwärtig politisch nicht auf allen Ebenen vorhanden ist. Weitere Verhandlungen können wir nur dann führen, wenn die staatlichen und kommunalen Gremien sowie die Eltern deutlich erkennen lassen, dass eine Schule in Trägerschaft der evangelischen Kirche gewünscht ist. Zu klärenden Gesprächen über die Konditionen und Inhalte einer evangelischen Schule stehen wir jederzeit zur Verfügung.

Das Engagement der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers bei der Trägerschaft von Schulen will einen Beitrag leisten zur Gestaltung und Entwicklung des Schulwesens im Bereich der hannoverschen Landeskirche. Kennzeichnend für das evangelische Profil ist ein umfassendes Verständnis von Bildung, zu dem auch die religiöse Bildung gehört. An evangelischen Schulen werden Schülerinnen und Schüler befähigt, in Gesellschaft und Kirche für sich selbst und andere Menschen Verantwortung zu übernehmen.

Eine Trägerschaft kommt für die Landeskirche nur dann in Frage, wenn dafür ein breiter politischer Konsens besteht und die Zustimmung der Eltern vorliegt."

Pressestelle der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers
Dr. Johannes Neukirch, Pressesprecher
19. März 2010