Landessuperintendent Manfred Horch ist gestorben

Pressemitteilung 28. Oktober 2009

Am Dienstag, dem 27. Oktober 2009, verstarb im Alter von 61 Jahren Manfred Horch, Landessuperintendent des Sprengels Stade der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers.

Manfred Horch wurde am 2. Januar 1948 in Bredstedt, Kreis Husum geboren. Der in Denzlingen und Freiburg im Breisgau aufgewachsene und von Jugend an kirchlich engagierte Theologe war seit 1973 mit Renate Horch verheiratet und hinterlässt drei erwachsene Kinder. Der ehemalige EKD-Jugenddelegierte besuchte nach seiner Berufsausbildung als Zahntechniker von 1969 bis 1971 die Kollegstufe der Theologischen Akademie in Hermannsburg/Celle und begann dort 1971 ein Theologiestudium. Nach Erstem Theologischen Examen, Vikariat in Hannover-Bemerode, Zweitem Theologischen Examen und seiner Ordination war er von 1976 bis 1985 Gemeindepastor in Fredenbeck. 1985 übernahm er das Studentenpfarramt in Hannover und war Mitglied im Präsidium der Bundesstudentenpfarrerkonferenz. 1990 wurde er Superintendent im Kirchenkreis Norden. Seit November 2001 war er Landessuperintendent und hatte die geistliche Leitung des damals größten Sprengels der Landeskirche mit rund 590.000 Kirchenmitgliedern in 197 Gemeinden und elf Kirchenkreisen. Als Landessuperintendent war er Mitglied des Bischofsrates.

Seit August 2008 war er schwer erkrankt und musste seitdem die Amtsgeschäfte ruhen lassen. Horch war Vorsitzender der Deutschen Seemannsmission Hannover e.V., des Kuratoriums des Evangelischen Bildungszentrums Bad Bederkesa und Vorstandsvorsitzender des Evangelischen Hospitals Lilienthal e.V..

Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann sagte: „Ich bin tief betroffen und traurig über den Tod von Landessuperintendent Manfred Horch. Das ist ein großer Verlust für unsere Landeskirche. Er war ein engagierter Prediger und hat sich mit seiner gewinnenden Art insbesondere für eine Kultur ansprechender Gottesdienste und für die Themen Familienpolitik und Bildung eingesetzt. Die Bedeutung der Sprengel in der Landeskirche und das Amt des Landessuperintendenten waren für ihn besondere Anliegen. Wir vertrauen ihn der Liebe Gottes an."

Die Trauerfeier mit Landesbischöfin Käßmann findet am Sonntag, dem 1. November um 14 Uhr in der St.-Wilhadi-Kirche in Stade statt. Die anschließende Beisetzung erfolgt im engsten Familienkreis. Zu Beginn der Trauerfeier läuten in allen Gemeinden des Sprengels die Glocken.

Hannover, 28. Oktober 2009
Pressestelle der Landeskirche
Dr. Johannes Neukirch