Landeskirche lobt Kulturpreis aus

Pressemitteilung 19. Oktober 2009

Die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers lobt erstmals im Jahr 2010 einen Kulturpreis aus, der den künstlerischen Dialog mit protestantischen Themen wie Glaube, Toleranz, Freiheit, Gerechtigkeit oder Bewahrung der Schöpfung auszeichnet. Die für den Wettbewerb eingereichten Werke sollen zur Auseinandersetzung mit der biblischen Botschaft im zeitgenössischen Kontext oder in ihrem universellen Charakter anregen.

Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird alle zwei Jahre an eine Person, eine Gruppe oder Institution verliehen. Prämiert wird eine künstlerische Errungenschaft von herausragender Qualität aus dem Bereich der Bildenden und der Darstellenden Künste inklusive Musik und Film. Gleichzeitig wird ein mit 5.000 Euro dotierter Kulturförderpreis an eine Künstlerin oder einen Künstler aus dem Bereich der Landeskirche verliehen. Er prämiert nicht ein Werk, sondern junge Künstlerinnen und Künstler, die in ihrem bisherigen Schaffen anerkannt und für ihr zukünftiges Wirken ermutigt werden sollen. Der Kulturpreis setzt eine regionale Einbindung des Werkes oder der Person im Bereich der hannoverschen Landeskirche voraus.

Die Künstlerinnen und Künstler können sich nicht selbst bewerben, sondern werden von den Mitgliedern der Jury und weiteren Personen aus dem kirchlichen und kulturvermittelnden Bereich für den Preis vorgeschlagen. Die erste Preisverleihung wird am 2. November in St. Michaelis (Hildesheim) während der Feierlichkeiten zum tausendjährigen Jubiläum der St. Michaelis-Kirche vorgenommen.

Der Kulturpreis steht unter der Schirmherrschaft von Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann. In der achtköpfigen Jury wirken unter anderem mit: Dr. Gesa Schönermark (Stiftung Niedersachsen), Dr. Claus Röck (NDR), PD Dr. Jochen Arnold (Hildesheim), Siegfried Rohlfing (Mitglied der Landessynode). Sprecher der Jury ist Hans Werner Dannowski (Hannover).

"Die Künste stellen die Wirklichkeiten dieser Welt in Frage, sie halten Diskussionen über Sinnhaftigkeit unseres Seins in Gang und im Schwung. Der Dialog zwischen den Künsten und der Kirche ist für beide Seiten förderlich und herausfordernd. Die Verleihung eines landeskirchlichen Kulturpreises ist ein einmaliger und herausgehobener Ausdruck gegenseitiger Wahrnehmung" sagt Dr. Julia Helmke, die Leiterin des Arbeitsfeldes "Kunst und Kultur" im Haus kirchlicher Dienste der Landeskirche.

Ansprechpartnerin:
Dr. Julia Helmke, Haus kirchlicher Dienste (www.kirchliche-dienste.de),
Telefon 0511-1241-431, Mail helmke@kirchliche-dienste.de
www.kunstinfo.net

Hannover, 19.10.2009
Pressestelle der Landeskirche
Dr. Johannes Neukirch, Pressesprecher