Auftakt der 12. landeskirchlichen Ferienaktion für Tschernobyl-Kinder

Pressemitteilung 17. Mai 2002

Die ersten Tschernobyl-Kinder sind da

Am 16. Mai 2002 begann mit der Landung des ersten Flugzeuges auf dem Flughafen Hannover die diesjährige Ferienaktion der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers für Kinder aus dem von der Tschernobyl-Katastrophe 1986 besonders betroffenen weißrussischen Gebiet Gomel.

Im Zeitraum vom 16. Mai bis zum 4. September 2002 werden insgesamt 936 Kinder, 86 Mütter mit Kleinkindern und 55 Dolmetscherinnen für jeweils vier Wochen bei Familien in Kirchengemeinden der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers zu Gast sein; darunter auch wieder eine Gruppe von behinderten Kindern, die ein spezielles Therapieprogramm absolvieren, und kleine Patientinnen und Patienten der Gomeler Hämatologie, die sich unter ärztlicher Aufsicht erholen sollen. 27 Kirchenkreise der Landeskirche beteiligen sich in diesem Jahr an der mittlerweile zwölften Ferienaktion.

Auch 16 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl steigt die Zahl der damit in Zusammenhang stehenden Krebserkrankungen im Gebiet Gomel von Jahr zu Jahr an. Daneben werden in der Region zahlreiche weitere schwere Erkrankungen (z. B. im Bereich der Fortpflanzung, Jugenddiabetes und Immunschwäche) festgestellt. Vor diesem Hintergrund sind die Ferienaufenthalte in Deutschland, die den Kindern für vier Wochen u.a. eine gesündere, unverstrahlte Umwelt und Ernährung bieten, auch weiterhin eine wichtige Hilfsmaßnahme zur gesundheitlichen Stärkung dieser weißrussischen Kinder.

Mit den ersten beiden Flügen am 16. Mai kamen 253 Kinder, 52 Mütter mit Kleinkindern und 18 Dolmetscherinnen bzw. Begleiterinnen. Von Hannover-Langenhagen wurden sie mit Bussen zu ihren Gastfamilien in den Kirchenkreisen Diepholz, Leine-Solling, Melle und Wittingen sowie Lüchow, Neustadt-Wunstorf, Rotenburg, Soltau und Stade gebracht, wo sie von den Gastfamilien aus den Kirchengemeinden der hannoverschen Landeskirche schon sehnsüchtig erwartet wurden.

Weitere Informationen erhalten sie bei der Geschäftsstelle der Arbeitsgemeinschaft "Hilfe für Tschernobyl-Kinder" in der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers, Amt für Gemeindedienst, Archivstraße 3, Tel. 0511-1241-975 (Lars-Torsten Nolte)