Kirchliche Arbeitgeber bieten die Eins-zu-eins-Übernahme der Entgelterhöhungen der Länder an / Mitarbeiterverbände verlassen die ADK-Sitzung

Pressemitteilung 10. Oktober 2011

Die Vertreter der Mitarbeiterverbände haben am Montag die Sitzung der Arbeits- und Dienstrechtlichen Kommission (ADK) verlassen, nachdem die kirchlichen Arbeitgeber die Eins-zu-eins-Übernahme der Entgelterhöhungen des Landes Niedersachsen angeboten haben.

Auf der Tagesordnung der Sitzung der ADK am Montag, dem 10. Oktober 2011, stand die Erhöhung der Entgelte der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bei den kirchlichen Arbeitgebern in den evangelischen Kirchen in Braunschweig, Hannover und Oldenburg.

Die kirchlichen Arbeitgeber hatten in der Sitzung den Antrag gestellt, die Entgelterhöhungen des Landes Niedersachsen eins-zu-eins zu übernehmen. Die Mitarbeiterverbände forderten darüber hinaus die Erhöhung der für das Land Niedersachsen geltenden Einmalzahlung um mehr als acht Prozent. Dieser Antrag fand in der ADK-Sitzung keine Mehrheit. Ohne auf das Angebot der Arbeitgeber einzugehen, verließen die Vertreter der Mitarbeiterverbände die Sitzung.

„Die Entscheidung der Vertreter der Mitarbeiterverbände ist für uns völlig unverständlich, weil wir ihnen auch an anderer Stelle deutlich entgegengekommen sind; wir bedauern die Entscheidung außerordentlich. Wir waren bereit, die Entgelte rückwirkend zum 1. April 2011 zu erhöhen. Die technischen Voraussetzungen für eine Auszahlung zu Ende Oktober hatten wir bereits geschaffen. Nun müssen die Arbeitnehmer auf die ihnen zustehende Entgelterhöhung weiter warten”, sagte Oberkirchenrat Dr. Lehmann.

In der Arbeits- und Dienstrechtlichen Kommission werden die Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten in der Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig, der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers und der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg festgelegt. Die Kommission besteht zur Hälfte aus Vertretern der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und zur Hälfte aus Vertretern der kirchlichen Arbeitgeber.


Hannover, 10. Oktober 2011
Pressestelle der Konföderation Evangelischer Kirchen in Niedersachsen
Dr. Johannes Neukirch, Pressesprecher