Kirchlicher Entwicklungsdienst wird 50 Jahre alt

Nachricht 09. Oktober 2018

Hannover/Braunschweig (epd). Der Kirchliche Entwicklungsdienst (KED) der evangelischen Landeskirchen Braunschweig und Hannover feiert am Donnerstag sein 50-jähriges Bestehen. Bei einem Festgottesdienst in der hannoverschen Kreuzkirche wird unter anderem der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, die Predigt halten, wie KED-Leiterin Cornelia Johnsdorf mitteilte. Der KED fördert durch Beratung und finanzielle Unterstützung die entwicklungspolitische Bildung im Blick auf Länder in Afrika, Asien oder Lateinamerika. Zentrales Thema ist dabei der Kampf gegen Hunger und Armut vor allem im globalen Süden.

Bei der Jubiläumsfeier gehe es um einen Rückblick auf die 50-jährige Geschichte des Entwicklungsdienstes und einen Ausblick in die Zukunft, sagte Johnsdorf. Den Ausgangspunkt für die Arbeit bildete ein Beschluss der EKD-Synode in Berlin-Spandau im Jahr 1968: Dabei rief die EKD ihre Mitgliedskirchen auf, zwei und später fünf Prozent des Kirchensteuer-Aufkommens für die Entwicklungsarbeit zur Verfügung zu stellen.

Es ging laut Johnsdorf nicht nur um Hilfsprojekte, sondern um die Analyse und die Bekämpfung der Armut in den Ländern des Südens. Informations- und Bildungsarbeit sollte dabei eine große Rolle spielen. 50 Jahre später habe sich vieles verändert, sagte die Leiterin. Aber an den Herausforderungen der Globalisierung zu arbeiten, bleibe weiterhin die Aufgabe des KED.

Entwicklungspolitische Bildung wolle Zusammenhänge aufzeigen zwischen dem Lebensstil der Menschen in Deutschland und Niedersachsen und den Lebensbedingungen der Menschen in Entwicklungsländern, sagte Johnsdorf. Durch Kampagnen und Lobbyarbeit wolle der KED die Anliegen der Menschen in Entwicklungsländern gezielt in die deutsche Öffentlichkeit und Politik bringen.

Der Gottesdienst in der Kreuzkirche beginnt am 11. Oktober um 17 Uhr.